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Neue Mitglieder

13. Dezember 2019

Neue Mitglieder in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Die Schriftstellerinnen Esther Kinsky, Olga Martynova und Judith Schalansky sowie der Autor und Schauspieler Hanns Zischler sind in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen worden. Mit diesen Zuwahlen zählt die Akademie 193 Mitglieder.

Esther Kinsky, geboren am 12. September 1956 in Engelskirchen, ist Prosaautorin, Lyrikerin und Übersetzerin. Sie studierte Slawistik und Anglistik in Bonn. Bekannt wurde sie mit ihrem dritten Roman „Am Fluß“ (2014). Es folgte 2015 der Reisebericht „Karadog Oktober 13. Aufzeichnungen von der kalten Krim“ (zus. mit Martin Chalmers) und „Hain. Geländeroman“ (2018), für den sie den Leipziger Buchpreis in der Kategorie Belletristik erhielt. Bevor Esther Kinsky als Schriftstellerin hervortrat, war sie längst eine angesehene Übersetzerin aus dem Polnischen, Russischen und Englischen. Für ihre Übersetzung von Olga Tokarczuks Roman „Unrast“ aus dem Polnischen wurde ihr 2009 der Paul-Celan-Preis verliehen. Parallel zu ihrer Prosa veröffentlichte sie fünf Lyrikbände, u.a. „kö növény kökény“ (2018).

Olga Martynova, geboren am 26. Februar 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien, ist Prosaautorin, Lyrikerin und Essayistin. Sie studierte in Leningrad russische Sprache und Literatur. 1991 zog sie nach Deutschland. Mit „Sogar die Papageien überleben uns“ (2010) gelang ihr ein vielbeachtetes Romandebüt. Für ein Kapitel aus ihrem Roman »Mörikes Schlüsselbein« gewann sie 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2016 legte sie mit „Der Engelherd“ ihren dritten Roman vor. Daneben veröffentlichte sie Gedichtbände, darunter „Von Tschwirik und Tschwirka“ (2012). Martynowa nimmt auch publizistisch zu vielen Themen Stellung. Ihre Aufsätze sind versammelt in dem Essayband „Über die Dummheit der Stunde“ (2018). Zu ihren Auszeichnungen zählen: Roswitha-von-Gandersheim-Preis (2011), Berliner Literaturpreis (2015).

Judith Schalansky, geboren am 20. September 1980 in Greifswald, ist Schriftstellerin, Buchgestalterin und Herausgeberin. Sie studierte Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam. 2008 legte sie mit dem Roman „Blau steht dir nicht“ ihr literarisches Debüt vor. Einem breiten Publikum wurde sie mit der Publikation „Atlas der abgelegenen Inseln“ (2009) bekannt. Für die Gestaltung des Buches wurde sie mit dem ersten Preis der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet, ebenso auch für den 2011 erschienenen Roman „Der Hals der Giraffe“. Seit 2013 gibt sie bei Matthes & Seitz die Buchreihe „Naturkunden“ heraus. Schalansky wurde vielfach ausgezeichnet, darunter für ihre jüngste Veröffentlichung „Verzeichnis einiger Verluste“ (2018) mit dem Wilhelm-Raabe-Preis.

Hanns Zischler, geboren am 18. Juni 1947 in Nürnberg, ist Schauspieler, Schriftsteller, Literaturforscher und Sammler. In den 1970er Jahren war er als Lektor und Übersetzer tätig, bevor er zu einem der berühmtesten deutschen Schauspieler avancierte. Schriftstellerisch begann Zischler mit dem Band „Tagesreisen“ (1993). Vier Jahre später folgte seine herausragende Studie „Kafka geht ins Kino“ (1996), die 2017 mit einer Fülle von weiteren Dokumenten neu aufgelegt wurde. In den letzten Jahren ist eine Reihe von unterschiedlichen Publikationen erschienen, darunter „Der Schmetterlingskoffer“ (zus. mit Hanna Zeckau, 2010), die Text-Bild-Essay-Collage „Berlin ist zu groß für Berlin“ (2013) oder „Das Mädchen mit den Orangenpapieren“ (2014). Zu seinen Auszeichnungen zählen: Thomas Mann Preis (2009), Preis der Literaturhäuser (2013).



Corinna Blattmann
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