Sprache. Welt der Worte, Zeichen, Gesten

7. September 2016

Sprache.
Welt der Worte, Zeichen, Gesten

24. September 2016 bis 20. August 2017

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Gefördert von: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstiftung der Länder, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Freistaat Sachsen sowie Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Das Deutsche Hygiene-Museum und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung thematisieren mit ihrem gemeinsamen Projekt die Vielschichtigkeit, die schöpferische Kraft und Schönheit der Sprache. Auf ganz unterschiedlichen Ebenen wird diese Ausstellung ihr Publikum für den Reichtum empfänglich machen, der mit den vielen Erscheinungsformen von Sprache in allen unseren Lebensbereichen verbunden ist – von der Literatur bis zum Jugendslang.

Mit Sprache gehen wir täglich um: Wir reden miteinander, lesen, schreiben und gestikulieren – oder wir teilen manchmal auch etwas durch Schweigen mit. Durch Sprache bauen wir unsere Beziehungen zu anderen auf und bringen unsere Gedanken und Gefühle zum Ausdruck. Wir eignen uns mit ihrer Hilfe unsere Umwelt an, vermitteln Wissen, speichern kollektive Erfahrung und gestalten unsere Welt. Ähnlich wie das Atmen oder das Gehen erscheint uns das Sprechen dabei als etwas vollkommen Selbstverständliches. Aber ist es das auch? Und wie kommt es, dass nur der Mensch über das komplexe und anpassungsfähige Instrument der Sprache verfügt?

Unabhängig davon, ob sie gesprochen oder geschrieben, gebärdet oder getastet wird, die Sprache ist grundlegend für das menschliche Selbstverständnis. Im täglichen Miteinander nutzen und verändern wir sie, wir finden neue Wörter und verlieren andere. Das gilt insbesondere für Gesellschaften, in denen viele Menschen eine Migrationsgeschichte haben und Mehrsprachigkeit oder bilinguale Familien keine Ausnahmeerscheinungen mehr darstellen. Auch die Umbrüche unserer Lebenswelten, die mit den globalen technologischen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen verbunden sind, bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Sprache. Dass es gerade ihre kreative Wandlungsfähigkeit ist, die das Wesen von Sprache ausmacht, werden Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen in dieser Ausstellung erfahren – und ausprobieren können.

Neben kultur- und wissenschaftshistorischen Exponaten und Dokumenten, Filmen und zeitgenössischen Kunstwerken werden auch zahlreiche interaktive Elemente zu entdecken sein, an denen man sich spielerisch mit sprachlichen Phänomenen auseinandersetzen kann. Inklusive Angebote bieten in dieser Ausstellung interessante Perspektiven für alle Besuchergruppen und machen sie zugänglich für Menschen mit Seh- und Höreinschränkungen oder geistigen Behinderungen: Audio-Texte in Deutsch und Leichter Sprache sowie Videos in Deutscher Gebärdensprache vermitteln Überblicke über die einzelnen Themen. Ausgewählte Filme und Videos sind mit Untertiteln und Audio-Deskriptionen versehen, und Tastobjekte ermöglichen einen sinnlichen Zugang zur Welt der Sprache.

Alle Informationen zur Ausstellung und zu den wissenschaftlichen und kulturellen Begleitveranstaltungen sowie zum Bildungs- und Vermittlungsprogramm finden Sie unter: www.dhmd.de/sprache

Begleitpublikation
Sprache. Ein Lesebuch von A bis Z. Herausgegeben von Colleen M. Schmitz und Judith Elisabeth Weiss für das Deutsche Hygiene-Museum und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ca. 280 Seiten, 24,90 €.

Die Begleitpublikation erscheint unmittelbar vor der Ausstellung.