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Neue Mitglieder

30. Mai 2016

Die Sprachwissenschaftlerin Cathrine Fabricius-Hansen, die Schriftstellerin Maja Haderlap sowie die Germanistin und Übersetzerin Claire de Oliveira wurden in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen. Mit diesen Zuwahlen zählt die Akademie 192 Mitglieder.

Cathrine Fabricius-Hansen, geboren 1942 in Holstebro (Dänemark), ist eine international renommierte Sprachwissenschaftlerin. Von 1986 bis 2012 hatte sie die Professur für deutsche Sprache an der Universität Oslo (Norwegen) inne. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Deutsche Grammatik der Gegenwartssprache sowie Sprachvergleich und Übersetzung. Von ihr stammt das Kapitel „Das Verb“ in der neuesten Ausgabe der Dudengrammatik. Ihr Buch „Tempus fugit“ (1986) ist ein Klassiker der deutschen Linguistik. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Preis des Nansen-Fonds für Grundlagenforschung (2000), dem Konrad-Duden-Preis der Stadt Mannheim (2004) sowie mit dem Forschungspreis der Universität Oslo (2011). Sie ist Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften.

Maja Haderlap, geboren 1961 in Eisenkappel/Železna Kapla (Österreich), ist Schriftstellerin. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays in slowenischer und deutscher Sprache und übersetzt aus dem Slowenischen ins Deutsche. Ihr Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien schloss sie 1989 mit einer Promotion ab, arbeitete dann als Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. 1983 erschien ihr erster Gedichtband auf Slowenisch, 1987 folgte der zweite. Mit ihrem Romandebüt »Engel des Vergessens« (2011) über den Widerstand der Kärntner Slowenen gegen die deutsche Wehrmacht gewann sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschienen ist der Gedichtband »langer transit« (2014).

Claire de Oliveira, geboren 1961 in Boulogne (Frankreich), ist Germanistin und Übersetzerin. Seit 2003 ist sie Dozentin für deutsche Sprache und Literatur an der Sorbonne, zudem lehrt sie Übersetzung an der Ecole Normale Supérieure und im Centre Européen de Traduction Littéraire (Brüssel). Sie übersetzt deutschsprachige Autoren der klassischen Moderne und der unmittelbaren Gegenwart ins Französische. In den vergangenen Jahren beschäftigte sie sich mit einer kommentierten Neuübersetzung von Thomas Manns »Zauberberg«, die im Herbst 2016 erscheinen wird. Für ihre Übersetzungen wurde sie u.a. mit dem Prix André Gide (1998) und dem Prix Gérard de Nerval (2004) ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Jury des Prix Nerval (Société des Gens de Lettres).