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Sigmund-Freud-Preis an Barbara Stollberg-Rilinger

28. Juni 2017

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet die Historikerin Barbara Stollberg-Rilinger mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2017 aus. Der Preis ist mit 20.000,- Euro dotiert und wird zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 28. Oktober 2017 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:
»Die Historikerin Barbara Stollberg-Rilinger hat ein neues Bild vom frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reich und seiner in Symbolen und Ritualen verwirklichten Verfassung entwickelt; und sie hat die maßgebliche Darstellung der Kaiserin Maria Theresia und ihrer Zeit vorgelegt. Ihr Stil vereint trockenen Witz und begriffliche Genauigkeit. Gelehrsamkeit, Anschaulichkeit und Erzählfreude machen ihre Bücher zu einem intellektuellen Vergnügen.«

Barbara Stollberg-Rilinger, geboren am 17. Juli 1955 in Bergisch-Gladbach, studierte Germanistik, Geschichtswissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Köln. Seit 1997 hat sie den Lehrstuhl für »Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit« an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster inne. Zu ihren neueren Veröffentlichungen zählen »Des Kaisers alte Kleider. Verfassungsgeschichte und Symbolsprache des Alten Reiches« (2008/2013) sowie »Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit. Eine Biographie« (2017). Barbara Stollberg-Rilinger wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2005, dem Preis des Historischen Kollegs 2013 und zuletzt mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert.

Nähere Informationen zum Sigmund-Freud-Preis: www.deutscheakademie.de/de/auszeichnungen/sigmund-freud-preis