Publikationen

Alle Titel
Reihe Veröffent­lichungen
Editionen Wüstenrot Stiftung
Dichtung und Sprache
Valerio
Jahrbuch
Preise
Außer der Reihe
Zu den Reihen und Periodika

Hugo Ball
Briefe 1904−1927

Briefe 1904−1927

Hugo Ball: Briefe 1904−1927.
Herausgegeben und kommentiert von Gerhard Schaub und Ernst Teubner. Göttingen: Wallstein 2003. 3 Bde. 44 Abb., zus. 1799 S.
Reihe Veröffentlichungen 81.

Inhaltsverzeichnis (pdf)
Bestellen

Die erste komplette Ausgabe der Briefe Hugo Balls, soweit sie bekannt sind oder ermittelt werden konnten, − nicht nur ein Meilenstein der Ball-Forschung, sondern ein äußerst wichtiges Dokument für die deutsche Literatur-, Geistes- und Kulturgeschichte im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, das neue Impulse und Aufschlüsse verspricht.

Hugo Ball (1886−1927) − Dada-Begründer in Zürich und erster Hermann-Hesse-Biograph − stellte 1926 erstaunt und selbstbewußt fest, er sei »überall in den Brennpunkt der Interessen« gelangt, »am Theater, in der Kunst, in der Philosophie, in der Politik«. Die Briefe Balls belegen dies eindrucksvoll; sie akzentuieren seinen durch Brüche gekennzeichneten Lebensweg, der ihn vom expressionistischen Theaterreformer, temporären Dadaisten und Ästhetiker, über den Politiker und Journalisten, den scharfen Kritiker der deutschen, protestantisch-idealistisch geprägten Philosophie, bis hin zum Hagiographen und Laientheologen führte.
Darüber hinaus werfen die Briefe Schlaglichter auf die historischen Avantgardebewegungen Expressionismus und Dada, auf die literarische und politische Opposition gegen den Krieg im Schweizer Exil und auf die Intellektuellendiskurse in der Weimarer Republik. Briefpartner wie Wassily Kandinsky, Kurt Wolff, René Schickele, Tristan Tzara, Hans Arp, Hermann Hesse, C. G. Jung und Carl Schmitt stecken das weite künstlerisch-intellektuelle Umfeld ab, in dem sich Ball bewegte.
Die Edition ist die erste kritische, philologisch zuverlässige und vollständige Ausgabe des Ball´schen Briefwerks. Sie umfaßt knapp 800 Briefe aus den Jahren 1904 bis 1927, die ausführlich kommentiert sind. Erstmals konnten dabei zahlreiche Gegenbriefe von Adressaten berücksichtigt und − eine kleine Sensation − die bisher unzugänglichen, unveröffentlichten Tagebücher aus den Jahren 1921 bis 1927 ausgewertet werden.