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Christian Wagner
Eine Welt von einem Namenlosen

Eine Welt von einem NamenlosenEine Welt von einem Namenlosen

Christian Wagner: Eine Welt von einem Namenlosen.
Bd. 1: Das dichterische Werk. Mit einem Vorwort von Wulf Kirsten − Bd. 2: Lebenszeugnisse und Rezeption. Herausgegeben von Ulrich Keicher. Mit einem Vorwort von Friedrich Pfäfflin. Göttingen: Wallstein 2003. 2 Bde., zus. 14 Abb., 525 S.
Reihe Veröffentlichungen 80.

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Die unerwartet aktuelle Lebensphilosophie des literarischen Außenseiters Christian Wagner (1835−1918) in einer zweibändigen Werkausgabe.

Der schwäbische Dichter und Bauer Christian Wagner (1835−1918) gehört zu den literarischen Außenseitern des späten 19. Jahrhunderts. Sein vorwiegend lyrisches Werk, geprägt von einer Naturphilosophie der »Schonung alles Lebendigen«, wurde erst ab 1885 publiziert und ist keiner Richtung oder Schule zuzurechnen. Als Autodidakt, ohne höhere Schulbildung, lebenslang der bäuerlichen Arbeit und dörflichen Umgebung verpflichtet, hat Wagner ein Werk geschaffen, das von stark ethischen Werten getragen ist. Ein beträchtlicher Teil seiner Lyrik gehört zum bleibenden Bestand der deutschen Literatur. Schon zu Lebzeiten erfuhr der Autor namhafte Unterstützung, so etwa von Gustav Landauer, Bruno Wille, Kurt Tucholsky und vor allem von Hermann Hesse, der 1913 einer Auswahlausgabe der Gedichte Wagners herausgab; nach seinem Tod fand Wagner Fürsprecher etwa in Theodor Heuss, Werner Kraft, Albrecht Goes, Wulf Kirsten, Hermann Lenz und Peter Handke. Die Werkausgabe berücksichtigt in ihrer Konzeption die unterschiedliche literarische Bedeutung des Wagner´schen Werkes. Der erste Band enthält eine Auswahl von 180 aus dem über 800 Gedichte umfassenden Œuvre, dazu sämtliche Erzählungen sowie einige theoretische Texte. Der zweite Band widmet sich der Werk- und Lebensgeschichte und versammelt Aussagen anderer Autoren in Briefen und Essays (z.B. Hesse, Tucholsky, Landauer, Kraft und Thomas Bernhard).