Leipziger Debatte über Literatur

Die Leipziger Debatte findet – analog zur Frankfurter Debatte über die Sprache – einmal jährlich statt und greift aktuelle literarische und kulturpolitische Themen auf.

In diesem Jahr widmet sich die Leipziger Debatte dem Thema:

Protest und Literatur. Fokus Türkei

22. April 2026, 18 Uhr, Literaturhaus Leipzig

Ein sich wiederholendes Muster der letzten Zeit: Tausende und Hunderttausende protestieren in Belarus, Nepal, Georgien, Russland oder im Iran. Das wird in der Außenwelt mit großer, aber flüchtiger Anteilnahme beobachtet, innerhalb des betroffenen Landes werden die Proteste brutal unterdrückt. Im Frühjahr 2025 war die Medienlandschaft von der Türkei geprägt. Wie bei medialer Aufregung oft üblich ist, hat das beinahe so plötzlich aufgehört wie angefangen.

Wie geht es weiter, wenn der Aufruhr für die übrige Welt nicht mehr so sichtbar ist? Welchen Sinn haben Proteste, wenn sie scheinbar zu nichts führen? Im Gespräch mit türkischen und deutschen Autoren wollen wir erkunden, welche unterschiedlichen Stimmen und Gesichter die Proteste haben und wie das in der Literatur weitergegeben wird.

Mit: Anna Yeliz Schentke, Murat Uyurkulak, Gonca Özmen, Achim Wagner, Efe Duyan
Moderation: Malte Fuhrmann, Olga Martynova

Gefördert durch die gemeinnützige Hertie Stiftung und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Vergangene Veranstaltungen:

2025 »Ost ist Ost und West ist West? Nach 1989. Fragen und Perspektiven«
2024 »Von der Utopie zur Dystopie zur Utopie? Literarische und unliterarische Fragen an 1989«
2023 »Welche Förderung braucht die Literatur?«
2022 »Landschaft, Artenvielfalt, Klima. Fragen an die Literatur im Zeitalter des Anthropozän«
2021 »Hineingeboren – herausgeschrieben. Literatur in und nach der DDR«