Friedrich-Gundolf-Preis

The »Friedrich-Gundolf-Preis« has been awarded by the German Academy for Language and Literature since 1964.
As a »Prize for German Scholarship Abroad«, for 25 years it was exclusively awarded to linguists and literary scholars at foreign universities.
However, the prize has also been awarded to persons outside of academia who are committed to imparting German culture and cultural dialog since the prize was renamed the »Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland« (Prize for the Imparting of German Culture Abroad) in 1990.
The »Gundolf-Preis« is awarded annually at the spring conference of the German Academy. It has been endowed with €15,000 since 2013.

Awardees

Tomio Tezuka

Germanist
Born 29/11/1903
Deceased 12/2/1983

Friedrich-Gundolf-Preis 1982
Laudatory Address by Hikaru Tsuji
Acceptance Speech by Tomio Tezuka
Diploma

... den angesehenen Essayisten, den Lehrer bedeutender Schüler, den Nestor der Germanistik Japans.

Jury members
Kommission: Beda Allemann, Claude David, Eduard Goldstücker, Herman Meyer

Mitglieder des Erweiterten Präsidiums

 
Die Verleihung des Friedrich-Gundolf-Preises durch die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ist mir eine unerwartet große Ehre, für die ich meinen herzlichen Dank ausspreche; mein Dank ist um so herzlicher, als ich glaube, daß diese Ehrung nicht nur mich allein betrifft, sondern daß sie auch auf jüngere Kollegen fördernd wirken wird. Seit meiner Studentenzeit − das war nun schon fast vor 60 Jahren − sehe ich in Friedrich Gundolf den höchsten und glänzendsten deutschen Germanisten, und wir haben seinerzeit seine Werke, nicht zuletzt seinen »Goethe«, eifrig Zeile um Zeile mit Bewunderung und Ehrfurcht erforscht, noch dazu ist seine Abhandlung über Hölderlin mit der Betonung des Heldentums des Dichters für meine Forschung eine epochemachende Anregung gewesen, und ich kann ihm nicht genug danken. Vor allem aber muß ich sein Buch über George nennen, das mir über diesen schwer verständlichen Dichter die beste Erleuchtung gegeben hat. Durch alle diese Werke glaubte ich am klarsten begriffen zu haben, daß des Forschers Persönlichkeit im tiefsten Grunde die Quelle aller seiner Leistungen ist. Seitdem war und bin ich entschlossen, ihn in dieser Hinsicht zum Muster zu nehmen, und wünsche, daß ich ein des Meisters nicht unwürdiger Schüler bleiben kann. Noch einmal meinen tiefsten Dank.