Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in deutscher Sprache publizieren und durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträgerin 2017

Sigmund-Freud-Preis an Barbara Stollberg-Rilinger

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet die Historikerin Barbara Stollberg-Rilinger mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2017 aus. Der Preis ist mit 20.000,- Euro dotiert und wird zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 28. Oktober 2017 in Darmstadt verliehen.

Mit Barbara Stollberg-Rilinger würdigt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine Historikerin, die ein neues Bild vom frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reich entwickelt, sowie die maßgebliche Biographie der Kaiserin Maria Theresia vorgelegt hat, so aus der Begründung der Jury.

Zur Pressemeldung

Preisträger

Reinhart Koselleck

Reinhart Koselleck

Historiker
Geboren 23.4.1923
Gestorben 3.2.2006
Mitglied seit 1980

Sigmund-Freud-Preis 1999
Laudatio von Friedrich Wilhelm Graf
Dankrede von Reinhart Koselleck
Urkundentext

... dem engagierten Streiter in der Öffentlichkeit; dem spiritus rector der »Geschichtlichen Grundbegriffe«, dem denkenden Historiker.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Christian Meier,
Vizepräsidenten Elisabeth Borchers, Peter Hamm, Norbert Miller, Beisitzer Giuseppe Bevilacqua, Kurt Flasch, Adolf Muschg, Erica Pedretti, Klaus Reichert

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 1999

Reinhart Koselleck

dem Historiker der Begriffe, der Prognosen, der Träume, der Denkmäler; dem Geschichtsschreiber Preußens; der, indem er die Geschichte der Zeit entdeckte, den Prozeß der Neuzeit neu erschloß; der die Bedingungen historischer Erkenntnis, die zeitgebundenen wie die anthropologischen, herausarbeitete; der die Sprache des Historikers erforschte und zum Begreifen weiterer Zusammenhänge tauglich machte; dem engagierten Streiter in der Öffentlichkeit; dem spiritus rector der Geschichtlichen Grundbegriffe, dem denkenden Historiker.

Darmstadt, am 23. Oktober 1999

Das Präsidium
Christian Meier, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Peter Hamm, Vizepräsident
Norbert Miller, Vizepräsident