Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in deutscher Sprache publizieren und durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträger

Paul Parin

Paul Parin

Ethnopsychoanalytiker
Geboren 20.9.1916
Gestorben 18.5.2009
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Sigmund-Freud-Preis 1997
Laudatio von Karl Markus Michel
Dankrede von Paul Parin
Urkundentext

... dem Citoyen, der in Wort und Schrift für eine mutigere Gesellschaft eintritt, ohne Illusionen, doch nicht ohne Genuß.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Christian Meier
Vizepräsidenten Elisabeth Borchers, Peter Hamm, Norbert Miller, Beisitzer Giuseppe Bevilacqua, Kurt Flasch, Adolf Muschg, Erica Pedretti, Klaus Reichert

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 1997

Paul Parin

dem Schriftsteller, der einer Kindheit im alten Europa das schöne Zeichen gültiger, doch endgültiger Entfernung aufzuprägen verstand, und dem fremden Leben in Afrika das erschreckende Zeichen der Nähe; dem Psychoanalytiker, für den der Satz »die Weißen denken zu viel« Anlaß genug wurde, auch über die »Weißen« gründlicher und tätiger nachzudenken; dem Citoyen, der in Wort und Schrift für eine mutigere Gesellschaft eintritt, ohne Illusionen, doch nicht ohne Genuß.


Darmstadt, am 25. Oktober 1997

Das Präsidium
Christian Meier, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Peter Hamm, Vizepräsident
Norbert Miller, Vizepräsident