STATUT
§ 1
Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa zeichnet seit 1964 Gelehrte aus, deren Werk nicht nur durch seinen geistigen Rang, sondern auch durch die Qualität seiner wissenschaftlichen Prosa besticht.
Der Preis wird getragen von der ENTEGA Stiftung und ist aktuell mit 20.000 EUR dotiert. Er wird jährlich im Rahmen der Herbsttagung verliehen.
§ 2
Der Sigmund-Freud-Preis wird vergeben für herausragende Beiträge zur Entwicklung des Deutschen als Sprache der wissenschaftlichen Publizistik. Er wird für deutschsprachige Originalveröffentlichungen vergeben, die sich durch ihre wissenschaftliche und ihre stilistische Qualität gleichermaßen auszeichnen. Er kann Werke aus allen Disziplinen berücksichtigen.
§ 3
Das Vorschlagsrecht liegt in den Händen der Jury.
§ 4
Die Jury besteht aus dem Erweiterten Präsidium der Akademie.
Die Jury berät über die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten in einem mehrstufigen Verfahren.
Beschlossen vom Erweiterten Präsidium am 18. Februar 2021

Anke te Heesen
Sigmund-Freud-Preisträgerin 2026
Den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2026 erhält die Wissenschaftshistorikerin Anke te Heesen. »Stets lebt ihre klare Diktion von der Balance zwischen Anschauung und Begriff. Mit ihr ehrt die Akademie eine Protagonistin publikumszugewandter Wissenschaftssprache.«
Aus der Jury-Begründung
Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 24. Oktober 2026 in Darmstadt verliehen, zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Die Laudatio hält die Kulturwissenschaftlerin Hanna Engelmeier.
Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung finanziert.
(Foto: Nicolas Webers)

Historiker, Literaturkritiker und Journalist
Geboren 10.3.1959
Mitglied seit 2003
Ihm eigen ist ein Stil, der ebenso elegant wie genau ist und so der Wissenschaft die Lebendigkeit zurückgibt, die sie im ungelenken Fachjargon zu verlieren droht.
Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Herbert Heckmann
Vizepräsidenten Elisabeth Borchers, Norbert Miller, Ivan Nagel, Beisitzer Iso Camartin, Eckhard Heftrich, Hans Wollschläger
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 1995
Gustav Seibt
der die verbreitete Annahme Lügen straft, daß junge Wissenschaftler sich schwertun, verständlich zu schreiben. In seinem Buch Anonimo romano gelingt es ihm, dem heutigen Leser einen historisch entrückten Gegenstand auf das anschaulichste näherzubringen. Ihm eigen ist ein Stil, der ebenso elegant wie genau ist und so der Wissenschaft die Lebendigkeit zurückgibt, die sie im ungelenken Fachjargon zu verlieren droht.
Darmstadt, am 21. Oktober 1995
Das Präsidium
Herbert Heckmann, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Norbert Miller, Vizepräsident
Ivan Nagel, Vizepräsident