Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in deutscher Sprache publizieren und durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträger

Gustav Seibt

Gustav Seibt

Historiker, Literaturkritiker und Journalist
Geboren 10.3.1959
Mitglied seit 2003

Sigmund-Freud-Preis 1995
Laudatio von Kurt Flasch
Dankrede von Gustav Seibt
Urkundentext

Ihm eigen ist ein Stil, der ebenso elegant wie genau ist und so der Wissenschaft die Lebendigkeit zurückgibt, die sie im ungelenken Fachjargon zu verlieren droht.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Herbert Heckmann
Vizepräsidenten Elisabeth Borchers, Norbert Miller, Ivan Nagel, Beisitzer Iso Camartin, Eckhard Heftrich, Hans Wollschläger

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 1995

Gustav Seibt

der die verbreitete Annahme Lügen straft, daß junge Wissenschaftler sich schwertun, verständlich zu schreiben. In seinem Buch Anonimo romano gelingt es ihm, dem heutigen Leser einen historisch entrückten Gegenstand auf das anschaulichste näherzubringen. Ihm eigen ist ein Stil, der ebenso elegant wie genau ist und so der Wissenschaft die Lebendigkeit zurückgibt, die sie im ungelenken Fachjargon zu verlieren droht.

Darmstadt, am 21. Oktober 1995

Das Präsidium
Herbert Heckmann, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Norbert Miller, Vizepräsident
Ivan Nagel, Vizepräsident