Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in deutscher Sprache publizieren und durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträger

Walter Burkert

Walter Burkert

Altphilologe
Geboren 2.2.1931

Sigmund-Freud-Preis 2003
Laudatio von Marie-Theres Fögen
Dankrede von Walter Burkert
Urkundentext

Nüchtern und philologisch scharfsinnig, lakonisch und nicht ohne Ironie, alte Denkgewohnheiten in Frage stellend, hat er den Schreckensgrund unserer Kultur in seinen Schriften zur Sprache gebracht...

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Klaus Reichert
Vizepräsidenten Peter Hamm, Uwe Pörksen, Ilma Rakusa, Beisitzer Friedrich Christian Delius, Heinrich Detering, Harald Hartung, Joachim Kalka, Peter von Matt

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2003

Walter Burkert

dem Altertumswissenschaftler, dessen vieldimensionale Studien über Opfer und Kult, Mythos und Ritual, die wilden Ursprünge der Kultur in Blut, Tod, Wahnsinn, Aggression und Angst freigelegt haben, deren stets bedrohte Stillstellung die Leistung nicht nur des griechischen Denkens gewesen ist. Nüchtern und philologisch scharfsinnig, lakonisch und nicht ohne Ironie, alte Denkgewohnheiten in Frage stellend, hat er den Schreckensgrund unserer Kultur in seinen Schriften zur Sprache gebracht, die über die Jahrzehnte nichts von ihrer aufklärenden Helle verloren haben.

Darmstadt, am 25. Oktober 2003

Das Präsidium
Klaus Reichert, Präsident
Peter Hamm, Vizepräsident
Uwe Pörksen, Vizepräsident
Ilma Rakusa, Vizepräsidentin