Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in deutscher Sprache publizieren und durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträgerin 2020

Ute Frevert
Sigmund-Freud-Preisträgerin 2020

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht der Historikerin Ute Frevert den mit 20.000,- Euro dotierten Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Ute Frevert hat nach richtungsweisenden Arbeiten zur Sozial- und Geschlechtergeschichte seit dem 18. Jahrhundert ihr Forschungsinteresse auf die Geschichte der Gefühle konzentriert und in einer Fülle von Studien gezeigt, auf welche Weise Emotionen geschichtlich geprägt sind und ihrerseits geschichtsbildende Kraft entfalten.

Der Preis wird am 31. Oktober 2020 in Darmstadt verliehen.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie kann die Preisverleihung leider nicht öffentlich stattfinden.

Zur Pressemitteilung

Preisträger

Thomas Macho

Thomas MachoThomas Macho

Kulturwissenschaftler und Philosoph
Geboren 1952

Sigmund-Freud-Preis 2019
Laudatio von Karl-Markus Gauß
Dankrede von Thomas Macho
Urkundentext

Die Lektüre seiner Schriften ist stets eine außerordentliche intellektuelle Bereicherung.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Ernst Osterkamp
Vizepräsidenten: Aris Fioretos, Wolfgang Klein, Monika Rinck, Beisitzer: Elisabeth Edl, László Földényi, Michael Hagner, Dea Loher, Ilma Rakusa, Marisa Siguan

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den
Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2019


Thomas Macho

dessen intellektuelle Aufmerksamkeit von der Kultur des Todes über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier bis hin zu Fragen von Schmerz, Schönheit und Gnosis reicht. Immer wieder hat er neue und überraschende Einsichten in das kulturelle Leben der Moderne gewonnen, die auch auf scheinbar abseitigen Feldern eine hohe Geistesgegenwart sichtbar werden lassen. Dabei gehen seine erzählerischen Fähigkeiten nie auf Kosten von theoretischem Einfallsreichtum und begrifflicher Präzision. Thomas Macho hat mit seinem weitgespannten Werk den Kulturwissenschaften zu neuem Glanz verholfen.

Darmstadt, am 2. November 2019

Das Präsidium

Ernst Osterkamp
Präsident

Aris Fioretos
Vizepräsident

Wolfgang Klein
Vizepräsident

Monika Rinck
Vizepräsidentin