Friedrich-Gundolf-Preis

Der Friedrich-Gundolf-Preis wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Als »Preis für Germanistik im Ausland« wurde er 25 Jahre lang ausschließlich an Sprach- und Literaturwissenschaftler ausländischer Hochschulen vergeben. Mit der seit 1990 gültigen Bezeichnung »Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland« wird der Preis auch an außeruniversitäre Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Förderung deutscher Kultur und den Kulturdialog einsetzen. Der Preis wird jährlich während der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie verliehen. Seit 2013 beträgt die Dotation 15.000 Euro.

Preisträger 2018

Miguel Sáenz
Gundolf-Preisträger 2018

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht Miguel Sáenz den mit 15.000,- Euro dotierten Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland. Die Verleihung findet am 28. April 2018 im Rahmen der Frühjahrstagung in Salamanca statt.

Seine juristische Karriere gab der spätberufene Germanist für die Literaturvermittlung auf: als Experte und Fürsprecher deutschsprachiger Literatur in spanischen Verlagen und ebenso als wirkmächtiger Übersetzer. Miguel Sáenz hat bis heute ein beeindruckend großes Übersetzungswerk geschaffen von den Klassikern bis zu zeitgenössischen Autoren.

Pressemitteilung

Preisträger

Imre Kertész

Imre Kertész

Schriftsteller
Geboren 9.11.1929
Gestorben 31.3.2016
Mitglied seit 1997

Friedrich-Gundolf-Preis 1997
Laudatio von Michael Krüger
Dankrede von Imre Kertész
Urkundentext

... der, indem er rückhaltlos Rechenschaft über sich und seine Zeit ablegt, jene Großzügigkeit zu erzeugen hilft, ohne die kein Volk das andere, mehr noch: nicht einmal sich selbst verstehen kann.

Jurymitglieder
Kommission: François Bondy, Ruth Klüger, Norbert Miller, Lea Ritter-Santini, Jean-Marie Valentin, Peter Wapnewski

Mitglieder des Erweiterten Präsidiums

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den von ihr gestifteten Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland 1997

lmre Kertész

der in seinen Büchern den Erfahrungen von Aussonderung und Konzentrationslager, erlittenen und weiterwirkenden, begegnet, der durch seine Übersetzungen wichtige Werke der modernen deutschen Literatur, Philosophie und Wissenschaft in seinem Land eingeführt hat, der, indem er rückhaltlos Rechenschaft über sich und seine Zeit ablegt, jene Großzügigkeit zu erzeugen hilft, ohne die kein Volk das andere, mehr noch: nicht einmal sich selbst verstehen kann.

Passau, am 3. Mai 1997

Das Präsidium
Christian Meier, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Peter Hamm, Vizepräsident
Norbert Miller, Vizepräsident