Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in deutscher Sprache publizieren und durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung gefördert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträger

Norbert Miller

Norbert MillerNorbert Miller

Literaturwissenschaftler
Geboren 14.5.1937
Mitglied seit 1985

Sigmund-Freud-Preis 1993
Laudatio von Peter Wapnewski
Dankrede von Norbert Miller
Urkundentext

... mit kompetenter Übersicht und großer Gelehrsamkeit seine Kenntnisse der Kunstgeschichte und Weltliteratur sowie der Musikgeschichte in einer ebenso anregenden wie genauen Sprache zusammenführt.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Herbert Heckmann
Vizepräsidenten Günter de Bruyn, Hartmut von Hentig, Ivan Nagel, Beisitzer Walter Helmut Fritz, Oskar Pastior, Lea Ritter-Santini, Peter Wapnewski, Hans Wollschläger

Von den Indizien und von den Spuren

Wir stellen uns vor: An einem Novemberabend, sagen wir des Jahres 1897, betreten zwei Herren, nach Kleidung und Auftreten den Engländer verratend, die Praxis eines seiner Therapien und Theorien wegen umstrittenen Wiener Neurologen. Der jüngere Herr erläutert, während sein Freund scheinbar apathisch daneben sitzt, den Anlaß ihres Besuchs: dieser sein Freund habe sich in der Wissenschaft als Kriminologe, in der Praxis als Detektiv einen bedeutenden Namen gemacht, weit über die Grenze Londons, ja Englands hinaus. Er sei aber an einer seltsamen, alle Welt beunruhigenden Nervenkrise erkrankt. An dieser Stelle unterbricht der apathische Freund sein Schweigen und sagt nach einem kurzen Rundblick im Sprechzimmer:

»›Über die Tatsache hinaus‹, sagt der Detektiv, ›daß Sie ein brillanter Arzt sind, der in Ungarn geboren wurde und einige Zeit in Paris studierte, und daß einige radikale Theorien von Ihnen die angesehene Standesgemeinschaft der Mediziner verprellten, so daß Sie Ihre Verbindungen zu verschiedenen Hospitälern und Teilen der Ärzteschaft abgebrochen haben – über die Tatsache hinaus, daß sie infolge dessen aufhörten, als Arzt zu praktizieren, kann ich wenig schlußfolgern. Sie sind verheiratet, besitzen Ehrgefühl, spielen gerne Karten und lesen mit Vorliebe Shakespeare und einen russischen Autor, dessen Namen ich nicht aussprechen kann. Sonst kann ich wenig sagen, das Sie interessieren wird.‹
Der Arzt starrte den Detektiv einen Augenblick sprachlos an. Dann begann er ihn urplötzlich anzulächeln.
›Aber das ist ja wundervoll‹ rief er aus.
›Gänzlich banal‹, lautete die Antwort.«

Der Arzt lächelt und antwortet mit einer analogen Reihe von Beobachtungen über den Patienten. Er spricht von seinem gesteigerten, seine hohe Intelligenz gefährdenden Kokaingenuß, von seinem Verfolgungswahn, der sich an seiner kaum kontrollierten Neigung, den Rücken frei zu haben, ablesen lasse, von seinem ausgeprägten Hang nach einer Regression in die Kinderzeit. »Nur«, so fügt er hinzu, »braucht die Auswertung meiner Indizien mehr Zeit und Ihre Mithilfe.«
So treten sich der von Doktor Watson begleitete Sherlock Holmes und Dr. Sigmund Freud in der Berggasse 19 entgegen. Nicholas Meyer hat in seiner zum Bestseller gewordenen Detektivgeschichte The Seven Per Cent Solution (London: Hodder & Stoughton 1975) die Begegnung erfunden, Michael Shepherd hat darüber in Sherlock Holmes and the Case of Dr Freud (London / New York: Tavistock 1985) amüsant und scharfsinnig meditiert.
Die äußere Indizienkette des Detektivs – ihre überraschende Zusammenstellung und Auflösung bildet das Erfolgsgeheimnis der frühen Kriminalgeschichte zwischen E. A. Poe und A. E. W. Mason – und die innere Indizienkette, auf die der Psychologe seine erste Einschätzung des Gegenübers stützt, werden da als Spielfigur einander gleichgesetzt. Aus der Kontinuität der Zeit, aus der Gleichordnung der Dinge im Raum hebt die Aufmerksamkeit des geschulten, aber unvoreingenommenen Beobachters die Abweichung heraus, die irritierende Verletzung der Gewohnheit, eben das Indiz. Die Isolierung des Details wird zur Herausforderung der Logik, und beides – das Rätsel und der Wunsch nach seiner Auflösung – bedürfen eines besonderen Umgangs mit der Sprache, um die Verstörung der Alltagserfahrung festzuhalten und zu heilen.
Was hat diese nacherzählte Anekdote mit der Frage nach der Wissenschaftsprosa zu tun, die mich wie vermutlich jeden beschäftigen muß, der sich unversehens als ihr literarischer Verfechter apostrophiert sieht. Wissenschaftssprache, Wissenschaftsprosa? Sagt der Ausdruck mehr als die gesellschaftliche Aufwertung der Umgangssprache zur bewußt gemachten Kunstform nach dem Vorbild von Molières Bürger als Edelmann? Kann es damit getan sein, fur ein wissenschaftliches Œuvre eine gewisse Stilhöhe, analog zum Essay, zum Kriterium zu machen? Sigmund Freud stünde dann austauschbar als Patron über dem Preis der Darmstädter Akademie, als einer der großen Stilisten unter den Wissenschaftlern der Jahrhundertwende. Mir scheint, Wissenschaftsprosa kann nur ein bestimmteres Verhältnis von Erkenntnis und Sprache zueinander meinen, eine in der Sache notwendige, intensivere Verbindung zwischen beiden Elementen, zwischen Wissenschaft und Prosa, worunter eine die eigene Funktion im Schreiben reflektierende, damit ästhetische Sprachhaltung verstanden sei. Wissenschaftsprosa bezeichnet ein Verfahren, nicht dessen Gelingen. Gemeint ist doch, daß eine bestimmte wissenschaftliche Aussage nur dadurch wirksam werden kann, daß eine an der ästhetischen Verwendung der Sprache orientierte Schreibweise ihr sekundiert. Prosa ist nicht ein hinzutretendes Schmuckelement oder ein vertauschbares Ausgeh-habit. Die emphatische Sprachverwendung analog zur literarischen Prosa muß sich aus dem Thema oder aus der Argumentationsstruktur zwingend herleiten. Für diese Auffassung der Wissenschaftsprosa – sie mag heute etwas Antiquiertes, ja Obsoletes haben – reklamiere ich den Schriftsteller und Spurenleser Sigmund Freud. Ich erlaube mir, dazu zwei knappe Anmerkungen zu machen, um so verdeckt die Richtung anzudeuten, in der sich Wissenschaft der Literatur annähert. Die systematische Entfaltung von Sigmund Freuds Gedankenwelt, wie sie sich in den Werkausgaben spiegelt, und die Verwandlung in eine Heilslehre haben den Blick auf die prozessuale Entfaltung seines Denkens, Analysierens, Entschlüsselns und Schreibens verstellt. Erst im Nacheinander der Aufsätze, der Abhandlungen und vor allem der Briefe wird für den unbefangenen Leser die Rätselkunst zum schriftstellerischen Ereignis. Ich bin an der Heilslehre wenig interessiert und verstehe nichts vom System der von ihm begründeten Disziplin. Darum sind die zwei Anmerkungen über den Fall als Provokation der Sprache und über die Evokation des Worts als Beweismittel der Wissenschaft nichts weiter als reflexiv auf das eigene Metier bezogene Lesefrüchte.
Die erste Notiz betrifft Sigmund Freuds schriftstellerische Kasuistik. Vor dem Moses des Michelangelo in San Pietro in Vincoli hat Freud kurz vor dem ersten Weltkrieg, aus der Ungewißheit seiner Situation und seiner künftigen Rolle, mehrere Wochen zugebracht. Er hat die Statue zu verstehen gesucht. Er hat so lange in sie einzudringen versucht, bis die Statue zu sprechen beginnt. »Aber Kunstwerke üben eine starke Wirkung auf mich aus, insbesondere Dichtungen und Werke der Plastik, seltener Malereien. Ich bin so veranlaßt worden, bei den entsprechenden Gelegenheiten lange vor ihnen zu verweilen, und wollte sie auf meine Weise erfassen, d.h. mir begreiflich zu machen, wodurch sie wirken.« Die rationalistische Haltung des Analytikers verstrickt ihn genauer in den besonderen Fall des Mannes Moses als der äußerste Kunstenthusiasmus. Wie Winckelmann wartet er vor der Statue, daß sie ihm lebendig werde, alle Fasern der Wahrnehmung angespannt, um kein sprechendes Detail zu versäumen. Die Haltung entspricht der, die er als junger Arzt bei Charcot gelernt haben mag und die er, ständig verfeinernd, in den frühen Analysen bis zur Traumdeutung auf seine Praxis übertragen hat. Die Sprache ist ganz auf das Symptom ausgerichtet. Sie grenzt es aus der Beliebigkeit der Phänomene aus, sei es die unbewußte Geste eines Patienten, sei es ein Widerspruch in einem Traumbild, sei es die Auslassung in einem literarischen Text. Die Sprache individualisiert das Indiz, gibt ihm durch die Überschärfe der Formulierung eine vergrößernde Dimension und löst damit fast zwangsläufig einen nicht zu Ende kommenden Prozeß der Reflexion aus, der nach der regula falsi jede erreichte Position durch eine genauere zu ersetzen zwingt. Die theoretische Erkenntnis, die Wahrheit, steht am Schluß des eingeleiteten Prozesses. Aber die Perspektivierung des Worts, immer ganz dem Augenblick verhaftet und immer ganz vorläufig, erfordert vom Interpreten eine proteische Verwandlungsfähigkeit der Sprache und zugleich ihre Kritik. Jourdains überraschte Feststellung, er habe bisher nicht gewußt, daß er immer schon Prosa spreche, ist die Voraussetzung für das Zursprachebringen der wissenschaftlichen Indizien. Wie alle Gelehrten des 19. Jahrhunderts war auch Sigmund Freud selbstverständlich in der Tradition Weimars erzogen. Die gediegene Kenntnis abendländischer Geschichte und Literatur, die behutsame Regelung des eigenen Ausdrucksvermögens nach dem herrschenden Stilideal Goethes, das Bemühen um Sprachfähigkeit auch in extremis – alles das unterscheidet den glänzenden Stilisten Sigmund Freud nicht von den Historikern, von den Juristen und Naturwissenschaftlern vor und neben ihm. Aber in seiner Verweigerung jeder ästhetischen Wirkungsabsicht, und sei sie noch so peripher, spiegelt sich – vor dem immer beibehaltenen Horizont des 19. Jahrhunderts – die Abkehr von der Sprachsicherheit, die Fritz Mauthner an artikulierter Skepsis weit überlegene Preisgabe der gelehrten lingua franca. In den Exempeln seiner Traumdeutung hebt er, halb wie ein Detektiv, halb wie ein Entdeckungsreisender, die Überlagerungen aus Täuschung und Illusion ab oder zerstört die Fata Morgana.
Noch in einer zweiten Hinsicht scheint mir Freuds perspektivierender Umgang mit dem Wort und seiner Abbildungsqualität ungewöhnlichen Zielen zuzustreben. Während er noch an dem methodischen Schlußkapitel seiner Traumdeutung schrieb, legte er sich für die Abhandlung über den Witz eine eigene Sammlung von Beispielen an. Auch die Traumdeutung besteht auf weiten Strecken aus Fällen, aus Erzählungen, betont nüchtern in der Wiedergabe, so daß ihre nach der Unendlichkeit offene Rätselstruktur erst in den vorgeführten Schritten der Deutung erkennbar wird. Die Traumerzählungen sind aber als Darstellungsvorgang unverzichtbar. Sie evozieren eine unbekannte Welt, sie geben in ihrer Sprachfügung dem Fall oder dem Vergleichsbild die Glaubwürdigkeit der Fiktion. Der dürre Kontrast von Gedanke und Bild im Traum vom Onkel Josef und der Traum von Irmas Injektion haben neben ihrer wissenschaftlichen Zeugnis-Wirklichkeit eine Wirklichkeit der epischen Suggestion. Der Leser erkennt das Erzählte an und vergleicht während des Lesens die Beispielsammlung wie ein Romanleser mit seiner empirisch abgesicherten Vorstellungsrealität. Bei Freuds Expeditionen ins Ungewisse – und hier versicherte er sich durch seine Sprache eines anderen als des medizinischen Fachpublikums – war das Vertrauen in den vorgeführten Fall die Voraussetzung für das tiefere Eindringen ins Fremde. In Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten von 1905 hat Freud diese eher ästhetische als linguistische Spracheinsicht systematisch genutzt. Ob er Heinrich Heines Bonmot aus den Reisebildern, der zappelige Hirsch-Hyazinth sei mit seinem schwerreichen Gönner schon ganz »famillionär«, behaglich ausleuchtet oder aus eigenem Repertoire jüdische Witze erzählt – noch heute wird jeder Leser die Kompetenz des Erzählers Freud akzeptieren und damit dem Psychoanalytiker bereitwillig in seinen Deutungen nachfolgen. Weil niemand eindringlicher Hoffmanns Nachtstück vom Sandmann in E. T. A. Hoffmanns Sprache zu beschwören verstand als Freud, hat man ihm die Verkürzung des Doppelgleichnisses zu einer Fallstudie abgenommen. Wenn Elias Canetti rückschauend die zögernde Bereitschaft des Wiener Bürgertums – aber eben doch die Bereitschaft! – damit erklärte, jeder einzelne habe sich als heimlicher König von Theben gefühlt, so ist damit unter der Hand mehr gesagt als bloß die Verführbarkeit der Zeitgenossen durch eine suggestive Anspielung: die Evokation einer Realität, die sich tropisch, das heißt in Ableitungen von Ableitungen, von einer Alltagsschicht in immer tiefere Schichten erstreckt, war auch als Analyse nur durch eine perspektivische, aber auf jeder Stufe evokativ-glaubwürdige Sprachrealität einzufangen und begreiflich zu machen. Sigmund Freud staunte in seinen Briefen immer wieder über die psychologischen Einsichten Goethes oder Dostojewskis, die seiner wissenschaftlichen Erkenntnis vorausgeeilt waren. Seine Wissenschaftsprosa, in der Verwandlung der Indizien und in der Evokation seiner Traumbilder und Fallstudien entwickelt, stellt seine Bücher und Abhandlungen als in sich unangreifbare Werke neben die von ihm verehrten Werke der Dichter und Romanciers. Die Mythen weckende Kraft, die seine Zeitgenossen in Bann schlug und seine Schule zur Imitation verdarb, liegt in dieser Sprachhaltung begründet.
Im Roman machen Sherlock Holmes und Sigmund Freud gemeinsame Sache: der Detektiv rettet durch seine Aufmerksamkeit den Neurologen aus den Intrigen der Wiener Ärzteschaft. Der Arzt weist, zur herben Enttäuschung der Freunde Conan Doyles, dem Genius der Kriminologie nach, auf welches Kindertrauma sein unbegreiflicher Haß auf den ehemaligen Hauslehrer Moriarty zurückgeht, den er in seinem Verfolgungswahn zum König der Londoner Kriminalität und zu seinem verbrecherischen Über-Ich gesteigert hat. Die geheilten Spurenleser geben auch der Gesellschaft die Ordnung, die Ruhe, die Gesundheit zurück. Der ironische Schluß setzt ein Fragezeichen hinter das eigene Gleichnis: Das Indizienlesen verwebt Erkenntnis und Phantasie zu einer gefährlichen, weil nicht kontrollierbaren Waffe. Zwar bestehen Nervenarzt und Detektiv auf der zwingenden Logik ihrer Beobachtungen, auf der nicht austauschbaren Ordnung der von ihnen gefundenen Einzelteile. Aber die Hervorhebung des Unscheinbaren zerbricht nicht nur die Magie der Gewohnheit, die uns für gewöhnlich blind werden läßt, sie zerbricht auch den Zusammenhang der Dinge überhaupt. Das Argumentieren aus der inspirierten Wahrnehmung wird dann zum Glücksspiel, das Spurenesen zu einem verdächtigen Abenteuer. Jedes Wort kann wahr oder falsch sein, je nach der Situation des Sprechers, je nach dem Stand der Einsicht. In der Unendlichkeit der Indizien und ihrer Deutungen droht jeder Weg zu verschwinden, wird jede rasch geschlagene Schneise zur Rettung. Das macht noch heute für mich auf jeder Buchseite die Begegnung mit diesen Labyrinth- Fahrten so aufregend, so beunruhigend, so herausfordernd. Wie Sherlock Holmes beharrt auch Sigmund Freud darauf, daß seine Expeditionen in das Reich des Unbewußten ihre Vorbilder nicht in einer Fachdisziplin oder in der Kombination von Methoden haben, sondern in der langen Geschichte der Welterkundungen: »Ich bin nämlich gar kein Mann der Wissenschaft«, schreibt er am I. Februar 1900 an Wilhelm Fließ, »kein Beobachter, kein Experimentator, kein Denker. Ich bin nichts als ein Conquistadorentemperament, ein Abenteurer, wenn Du es übersetzt willst, mit der Neugierde, der Kühnheit und der Zähigkeit eines solchen.«

Meine Damen und Herren, an dem beschriebenen Novemberabend steht neben den beiden verwirrten Titanen noch ein dritter Mann in der Dämmerung der Berggasse 19, ein aufmerksamer Beobachter, der Begleiter des Detektivs, der Kollege des Arztes. Er hat auf biedere Weise die Situation herbeigeführt, wie er auf biedere Weise mit dem Metier der beiden Herren verbunden ist. Er war es schließlich, der seinen Freund zuerst auf die Experimente Charcots und auch auf Freud aufmerksam gemacht hat. Er versteht etwas von dessen psychologischen Studien, ohne aus den eigenen Beobachtungen je eine kühne Hypothese zu formulieren. Unter dem hohen, allzu hohen Anspruch des Sigmund-Freud-Preises möchte der diesjährige Preisträger die Rolle des Doktor Watson am ehesten als seine eigene übernehmen. Ich danke der Akademie für Sprache und Dichtung, daß sie mir diese Auszeichnung verliehen hat. Und ich danke Peter Wapnewski, dem Lehrer, dem Freund, für seine liebenswürdige und nachsichtige Darstellung meines Falls.