Friedrich-Gundolf-Preis

Der Friedrich-Gundolf-Preis wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Als »Preis für Germanistik im Ausland« wurde er 25 Jahre lang ausschließlich an Sprach- und Literaturwissenschaftler ausländischer Hochschulen vergeben. Mit der seit 1990 gültigen Bezeichnung »Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland« wird der Preis auch an außeruniversitäre Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Förderung deutscher Kultur und den Kulturdialog einsetzen. Der Preis wird jährlich während der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie verliehen. Seit 2013 beträgt die Dotation 15.000 Euro.

Preisträger

Siegbert S. Prawer

Siegbert S. PrawerSiegbert S. Prawer

Germanist
Geboren 15.2.1925
Gestorben 5.4.2012
Mitglied seit 1989

Friedrich-Gundolf-Preis 1986
Laudatio von Michael Hamburger
Dankrede von Siegbert S. Prawer
Urkundentext

... der mit seinen vielseitigen Publikationen ein weltweites Echo gefunden und die Kenntnis und das Verständnis deutscher Lyrik von Klopstock über Mörike bis zur Gegenwart im angelsächsischen Sprachraum als sachkundiger und einfühlsamer Vermittler entscheidend gefördert hat.

Jurymitglieder
Kommission: Beda Allemann, Roger Bauer, Eduard Goldstücker, Lea Ritter-Santini

Mitglieder des Erweiterten Präsidiums

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den von ihr gestifteten Friedrich-Gundolf-Preis für Germanistik im Ausland 1986

Siegbert S. Prawer

dem in Oxford wirkenden Taylor Professor für deutsche Sprache und Literatur, der mit seinen vielseitigen Publikationen ein weltweites Echo gefunden und die Kenntnis und das Verständnis deutscher Lyrik von Klopstock über Mörike bis zur Gegenwart im angelsächsischen Sprachraum als sachkundiger und einfühlsamer Vermittler entscheidend gefördert hat. Seine literaturwissenschaftliche Wirksamkeit verdankt sich stupender Materialkenntnis ebenso wie der Fähigkeit zu treffsicherer Formulierung auch komplexer Sachverhalte. Davon zeugt nicht nur die dem deutschen Publikum vor allem bekannt gewordene Abhandlung über Karl Marx und die Weltliteratur, sondern auch seine intensive Auseinandersetzung mit der Dichtung Heinrich Heines, des ihm in mancher Hinsicht wahlverwandten Autors.

München, am 14. Mai 1986

Das Präsidium
Herbert Heckmann, Präsident
Hans-Martin Gauger, Vizepräsident
Ludwig Harig, Vizepräsident
Helmut Heißenbüttel, Vizepräsident