Friedrich-Gundolf-Preis

Der Friedrich-Gundolf-Preis wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Als »Preis für Germanistik im Ausland« wurde er 25 Jahre lang ausschließlich an Sprach- und Literaturwissenschaftler ausländischer Hochschulen vergeben. Mit der seit 1990 gültigen Bezeichnung »Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland« wird der Preis auch an außeruniversitäre Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Förderung deutscher Kultur und den Kulturdialog einsetzen. Der Preis wird jährlich während der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie verliehen. Seit 2013 beträgt die Dotation 15.000 Euro.

Preisträgerin 2020

Tatjana Baskakowa
Gundolf-Preisträgerin 2020

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht Tatjana Baskakowa den mit 15.000,- Euro dotierten Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland.

Ohne das große und beharrliche Engagement von Tatjana Baskakowa, oft ohne jeden institutionellen Rückhalt, wäre ein großer Teil der anspruchsvollen, auch experimentellen deutschsprachigen Literatur in Russland nicht vorhanden.

Die Preisverleihung musste aufgrund von Corona abgesagt werden. Sie wird im Rahmen der Frühjahrstagung in Essen 2021 stattfinden.

Preisträger

Paul Michael Lützeler

Paul Michael LützelerPaul Michael Lützeler

Literaturwissenschaftler
Geboren 4.11.1943

Friedrich-Gundolf-Preis 2019
Laudatio von Michael Böhler
Dankrede von Paul Michael Lützeler
Urkundentext

Durch sein persönliches Engagement und seine diplomatische Kunst des Kulturdialogs ist ein wirkmächtiges Zentrum der Begegnung mit der deutschen und europäischen Literatur entstanden.

Jurymitglieder
Günter Blamberger, László Földenyi, Daniel Göske, Claire de Oliveira, Marisa Siguan, Stefan Weidner und Leszek Żyliński

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den
Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland 2019


Paul Michael Lützeler

der den transatlantischen Kulturtransfer in den letzten Dekaden kontinuierlich befördert hat. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Washington University in St. Louis hat Paul Michael Lützeler insbesondere mit dem von ihm begründeten und seit 1985 geleiteten Max Kade Center einen einzigartigen Beitrag zur Dokumentation und Erforschung deutschsprachiger Gegenwartsliteratur geleistet. Durch sein persönliches Engagement und seine diplomatische Kunst des Kulturdialogs ist ein wirkmächtiges Zentrum der Begegnung mit der deutschen und europäischen Literatur entstanden.

Zürich, am 25. Mai 2019


Das Präsidium

Ernst Osterkamp, Präsident
Aris Fioretos, Vizepräsident
Wolfgang Klein, Vizepräsident
Monika Rinck, Vizepräsidentin