Friedrich-Gundolf-Preis

Der Friedrich-Gundolf-Preis wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Als »Preis für Germanistik im Ausland« wurde er 25 Jahre lang ausschließlich an Sprach- und Literaturwissenschaftler ausländischer Hochschulen vergeben. Mit der seit 1990 gültigen Bezeichnung »Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland« wird der Preis auch an außeruniversitäre Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Förderung deutscher Kultur und den Kulturdialog einsetzen. Der Preis wird jährlich während der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie verliehen. Seit 2013 beträgt die Dotation 15.000 Euro.

Preisträger

Claude David

Germanist
Geboren 8.7.1913
Gestorben 26.11.1999
Mitglied seit 1977

Friedrich-Gundolf-Preis 1978
Laudatio von Jan Aller
Dankrede von Claude David
Urkundentext

Sein Werk hat die europäische Versöhnung gefördert.

Jurymitglieder
Kommission: Richard Alewyn, Eduard Goldstücker, Herman Meyer

Mitglieder des Erweiterten Präsidiums

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den von ihr gestifteten Friedrich-Gundolf-Preis für Germanistik im Ausland 1978

Claude David

Nach den Jahren des Schreckens hat er durch Forschung und Lehre nachdrücklich dazu beigetragen, daß sich in Frankreich das Verständnis für die große Überlieferung der deutschen Dichtung und für ihren Gestaltswandel in unserer Zeit erneuern und vertiefen konnte. Sein Werk hat die europäische Versöhnung gefördert.

Darmstadt, am 5. Mai 1978

Das Präsidium
Peter de Mendelssohn, Präsident
Dolf Sternberger, Vizepräsident
Eva Zeller, Vizepräsidentin