Friedrich-Gundolf-Preis

Der Friedrich-Gundolf-Preis wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Als »Preis für Germanistik im Ausland« wurde er 25 Jahre lang ausschließlich an Sprach- und Literaturwissenschaftler ausländischer Hochschulen vergeben. Mit der seit 1990 gültigen Bezeichnung »Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland« wird der Preis auch an außeruniversitäre Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Förderung deutscher Kultur und den Kulturdialog einsetzen. Der Preis wird jährlich während der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie verliehen. Seit 2013 beträgt die Dotation 15.000 Euro.

Preisträger

Shulamit Volkov

Shulamit Volkov

Historikerin
Geboren 10.12.1942

Friedrich-Gundolf-Preis 1998
Laudatio von Reinhart Koselleck
Dankrede von Shulamit Volkov
Urkundentext

... deren Werk zeigt, daß Vermittlung deutscher Kultur heute allererst in der Bemühung um Wahrheit, wenn sie auch bitter ist, besteht.

Jurymitglieder
Kommission: François Bondy, Ruth Klüger, Norbert Miller, Lea Ritter-Santini, Jean-Marie Valentin, Peter Wapnewski

Mitglieder des Erweiterten Präsidiums

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den von ihr gestifteten Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland 1998

Shulamit Volkov

die unbestechlich und präzise die Bedingungen erforscht hat, unter denen Juden in Deutschland gelebt und gearbeitet haben; die wesentlich dazu beigetragen hat, ein mit größten Hoffnungen erfülltes Kapitel deutscher Kultur in das Bewußtsein einer Nachwelt zu rücken, deren Blick allzu leicht vom Ende, von der Vernichtung her blockiert wird; deren Werk zeigt, daß Vermittlung deutscher Kultur heute allererst in der Bemühung um Wahrheit, wenn sie auch bitter ist, besteht.

Budapest, am 25. April 1998

Das Präsidium
Christian Meier, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Peter Hamm, Vizepräsident
Norbert Miller, Vizepräsident