Johann-Heinrich-Merck-Preis

Der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Der Preis wird von dem in Darmstadt ansässigen Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck finanziert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträger 2017

Johann-Heinrich-Merck-Preis
an Jens Bisky

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet den Journalisten und Autor Jens Bisky mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2017 aus. Der Preis ist mit 20.000,- Euro dotiert und wird zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 28. Oktober 2017 in Darmstadt verliehen.

»... Seine stilistische Brillanz und weltläufige Aufmerksamkeit werden begleitet und moderiert von einer klugen Besonnenheit, die ihn bei aller Schärfe des Urteils zu einer der verlässlichsten Stimmen in den Debatten der Gegenwart macht.«, so die Begründung der Jury.

Zur Pressemeldung

Preisträger

Heinz F. Schafroth

Heinz F. Schafroth

Publizist und Literaturkritiker
Geboren 18.3.1932
Gestorben 12.3.2013
Mitglied seit 2002

Johann-Heinrich-Merck-Preis 1997
Laudatio von Raoul Schrott
Dankrede von Heinz F. Schafroth
Urkundentext

... dem Freund der Dichtung, der die Tapferkeit vor schreibenden Bekannten – und bekannten Schreibenden – bescheiden, doch hartnäckig bis zu ihrer nachweislichen Förderung getrieben hat.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Christian Meier
Vizepräsidenten Elisabeth Borchers, Peter Hamm, Norbert Miller, Beisitzer Giuseppe Bevilacqua, Kurt Flasch, Adolf Muschg, Erica Pedretti, Klaus Reichert

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 1997

Heinz F. Schafroth

dem Kritiker, der sich »von 3000 Jahren weiß Rechenschaft zu geben«, von einem heutigen Text aber nur erwartet ‒ dies aber unbedingt ‒, daß er das ihm eigentümliche, nur von ihm selbst gesetzte Maß erfüllt; dem Essayisten, für den die Form zur hinreichend vielsinnigen, stichhaltigen und beweiskräftigen Verräterin des Inhalts entwickelt sein muß, bevor er sie als gute Literatur empfiehlt; dem Freund der Dichtung, der die Tapferkeit vor schreibenden Bekannten – und bekannten Schreibenden – bescheiden, doch hartnäckig bis zu ihrer nachweislichen Förderung getrieben hat.

Darmstadt, am 25. Oktober 1997

Das Präsidium
Christian Meier, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Peter Hamm, Vizepräsident
Norbert Miller, Vizepräsident