Georg-Büchner-Preis

Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, »die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.« (Satzung)

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen. Die Dotation des Preises beträgt 50.000 Euro.

Preisträger

Hermann Kesten

Hermann Kesten

Schriftsteller
Geboren 28.1.1900
Gestorben 3.5.1996
Mitglied seit 1952
Homepage

Georg-Büchner-Preis 1974
Laudatio von Wolfgang Koeppen
Dankrede von Hermann Kesten
Urkundentext

Seine Romane und Essays, Erzählungen und Gedichte belegen das: vom Geist Lessings bewegt, befinden sie sich in einer unaufhörlichen Auseinandersetzung mit dem Ungeist.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Karl Krolow
Horst Bienek, Walter Helmut Fritz, Rudolf Hagelstange, Carl Linfert, Manfred Ranft (Hessisches Kultusministerium), Horst Rüdiger, Heinz Winfried Sabais (Stadt Darmstadt), Hans Scholz, Dolf Sternberger, Gerhard Storz, Wolfgang Weyrauch

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Georg-Büchner-Preis 1974

Hermann Kesten

Er, so alt wie unser Jahrhundert, glaubt an die öffentliche Wirkung des freien Worts. Seine Romane und Essays, Erzählungen und Gedichte belegen das: vom Geist Lessings bewegt, befinden sie sich in einer unaufhörlichen Auseinandersetzung mit dem Ungeist. So erklärt es sich auch, daß Kesten, damals, als das Unrecht bei uns herrschte, ein unmittelbarer Helfer der Flüchtenden geworden ist.

Darmstadt, am 19. Oktober 1974

Das Präsidium
Karl Krolow, Präsident
Horst Rüdiger, Vizepräsident
Dolf Sternberger, Vizepräsident
Wolfgang Weyrauch, Vizepräsident