Georg-Büchner-Preis

Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, »die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.« (Satzung)

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen. Die Dotation des Preises beträgt 50.000 Euro.

Preisträger

Heinrich Böll

Heinrich BöllHeinrich BöllHeinrich Böll

Schriftsteller
Geboren 21.12.1917
Gestorben 16.7.1985
Mitglied von 1954 bis 1958
Homepage

Georg-Büchner-Preis 1967
Laudatio von Rudolf Hagelstange
Dankrede von Heinrich Böll
Urkundentext

Geleitet von einem empfindlichen Gewissen und brennender Wahrheitsliebe hat er menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Zustände unserer Zeit mutig dargestellt...

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Gerhard Storz
Friedrich Bischoff, Richard Gerlach, Rudolf Hagelstange, Karl Krolow, Wilhelm Lehmann, Fritz Martini, Otto Rombach, Horst Rüdiger, Heinz Winfried Sabais (Stadt Darmstadt), Dolf Sternberger, W. E. Süskind, ein Verteter des Hessischen Kultusministeriums

Georg Büchners Gegenwärtigkeit

Mein Dank ist herzlich, meine Rede nicht ohne Bitterkeit, notwendigerweise, weil der Preis den Namen Georg-Büchner-Preis trägt. Doch zu dem, was da an Bitterkeit aufkommen mag, eine Voraussetzung: es kommt nicht von oben herab, aus der Besserwisserei des Präzeptors, es kommt nicht von unten herauf, und es kommt noch weniger aus einer Mitte, die in sich selber ruht, am ehesten vom Rand her, jenem unruhigen Rand der Zeitgenossenschaft, der den Genossen seiner Zeit, Georg Büchner, in unserer Zeit so gegenwärtig macht.

Es erscheint so leicht, sich Büchners Leben und sein Werk zu greifen. Sein Leben war so kurz, sein Werk so fragmentarisch und genial, umfaßt einen Band, der sich so glatt in die Tasche stecken läßt. Solches bietet sich zu kultischer Vereinfachung an, als idealer Vorwurf für ein Epitaph von poetischer Schmerzlichkeit. Früh vollendet; früh verstorben; Abschied; Abschluß; Ruhe. Doch Büchners Leben und Werk lassen diese Ruhe nicht zu, sie sind so friedhofsfern, machen die schöne, endgültige Plakette unmöglich. Die Unruhe, die Büchner stiftet, ist von überraschender Gegenwärtigkeit, sie ist da, anwesend hier im Saal. Über fünf Geschlechter hinweg springt sie einem entgegen, einen an mit dieser wilden, von Todesahnung gezeichneten Schönheit, mit einer dunklen Glut, die es nur selten in der Geschichte unserer Literatur gegeben hat. Dieses Zupacken, die Sicherheit in der Wahl der Stoffe, dieser menschliche Materialismus in jedem Gegenstand, den er ergriff, und über allem jener Hauch von Unfertigkeit, auch Ungeduld, der Kunst erst zu solcher macht, der aber nicht künstlich sein darf; in diesem Widerspruch liegt ihre Definition; also: keine gekünstelte Ungeduld, keine gekünstelte Unfertigkeit, sie sind einfach da, wie jene Menschen, von denen Lena in Leonce und Lena spricht: »Ich glaube, es gibt Menschen, die unglücklich sind, unheilbar, bloß weil sie sind.« Seine Kunst, lebendig zu nennen, wäre zu biologisch, würde in die Untiefen des Dilettantischen führen, und Büchner war kein Dilettant. Ich gebe ihm das Wort, da wo er in seinen Vorlesungen über Schädelnerven nicht als Biologe über lebendiges, als Anatom über präpariertes Material sagt: »– und so wird für die philosophische Methode (die er in Gegensatz zur theologischen stellt) das ganze körperliche Dasein des Individuums nicht zu seiner eigenen Erhaltung aufgebracht, sondern es wird die Manifestation eines Urgesetzes, eines Gesetzes der Schönheit, das nach den einfachsten Rissen und Linien die höchsten und reinsten Formen hervorbringt. Alles, Form und Stoff, ist für sie an dies Gesetz gebunden.« In dieser Äußerung, die als Motto über Büchners Werk stehen könnte, ist er als Naturwissenschaftler und als Dichter gegenwärtig. Nehme ich eine weitere, nur mündlich überlieferte Äußerung sozialer Natur hinzu: »Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann zu sein, wenn man täglich Suppe, Gemüse und Fleisch zu essen hat«, und noch eine von dieser grimmen Art des sozialen Realismus aus dem Munde Woyzeks, des ersten und fast schon wieder letzten Arbeiters im deutschen Drama: »Ich glaube, wenn wir in den Himmel kommen, so müssen wir donnern helfen« – da habe ich in einer Person, aus einem Mund zwei Dichter, beide Deutsche, die ein Jahrhundert später einander auszuschließen schienen: Benn und Brecht, beide in Büchner, der immer noch da ist, gegenwärtig.

Es fällt nicht schwer, Büchners politische und ästhetische Gegenwärtigkeit zu sehen. Die Kerker-Torturen des Studenten und Büchnerfreunds Minnigerode mit jenen zwei, auf offener Straße durch amtliche Personen begangenen Morden in Beziehung zu bringen: der Erschießung des Berliner Studenten Ohnesorg und des Bundeswehrsoldaten Corsten, beides ungeheuerliche Fälle öffentlichen Mordes durch die Staatsgewalt. Oder: den »Hessischen Landboten« ins Persische übersetzen, vielleicht gar deutsch als Flugschrift neu mit Kommentar zu verbreiten, nicht in einer Dünndruckklassikerausgabe verpackt, wo ihm die Aura germanistisch-akademischer Behandlung den politischen Stachel nimmt. Die Anspielungen auf den Adel und die Höfe brauchten in dieser Neuausgabe nicht einmal verwandelt, sie müßten nur interpretiert werden. Die große Koalition ist selbstherrlich genug. Sie hat nichts mehr zu fürchten, nicht einmal mehr das kleine Wählerkreuzchen, mit dem wir, wenn wir keine andere Wahl mehr haben, nur noch unseren politischen Analphabetismus ausdrücken dürfen. Für den, der Augen hat zu sehen, gibt es da genug grinsendes Einverständnis und zurechtgegrinste Selbstherrlichkeit, den neuen Feudalismus des kleinen Mannes, der sich in den großen bürokratischen Apparaten zweier machtgewohnter, fast allmächtiger großer Parteien sicherer fühlt, als irgendeine Schranze sich an irgendeinem Hof fühlen konnte. Und für diejenigen, deren Gewissen der Partei geopfert wird, ein kräftiges Zitat aus Büchners Dantons Tod: »Das Gewissen ist ein Spiegel, vor dem sich ein Affe quält; jeder putzt sich, wie er kann, und geht auf seine eigene Art auf seinen Spaß dabei aus. Das ist der Mühe wert, sich darüber in den Haaren zu liegen.« Es dürfte auch in einer solchen Flugschrift die Beschreibung einer Beerdigung nicht fehlen: jener lähmenden Veranstaltung, die vor einem halben Jahr eine vergangene Ära beendete und Ausdruck für eine neue Ära wurde; fast eine Woche lang hielt sie die Fernsehschirme besetzt; der Aufmarsch in- und ausländischer, europäischer und überseeischer Gesetzgeber und Regierungschefs; zwischen Ritterkreuzträgern und Kardinälen Pulk um Pulk modegerecht gekleideter Gesetzgeber. Das war modern, und es war – für mich jedenfalls – auf eine gespenstige Weise nicht gegenwärtig. Die lähmende Selbstverständlichkeit, mit der diese Beerdigungszeremonie ohne Widerspruch hingenommen wurde; die Mienen, die Kleider, die Autos; moderne Staatsmänner, moderne Prälaten, moderne Politiker und moderne Militärs, die den Kölner Dom besetzt hielten. Was uns nachdenklich machen sollte: daß auch in einer Gesellschaft, die sich doch demokratisch nennt, zwei Stände nicht dem Kleiderzwang unterliegen, zwei Stände, die nicht nur nicht gerade die Demokratie erfunden haben, sondern ihr auch nachweisbar unfreundlich gesonnen sind: der Klerus und das Militär; diese beiden Stände sind immer modern, immer gesellschaftsfähig gekleidet. Es ist Zeit für ein Büchner-Zitat, aus dem »Hessischen Landboten«, geschrieben vierzehn Jahre bevor das Kommunistische Manifest erschien: »Das Gesetz ist das Eigentum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eigenes Machwerk die Herrschaft zuspricht. Diese Gerechtigkeit ist nur ein Mittel, euch in Ordnung zu halten, damit man euch bequemer schinde; sie spricht nach Gesetzen, die ihr nicht versteht, nach Grundsätzen, von denen ihr nichts wißt, Urteile, von denen ihr nichts begreift.«

Was uns außerdem nachdenklich machen sollte: alle, wir und auch die Vertreter der europäischen Staaten, die von den Deutschen dezimiert worden sind, nahmen die modische Variante hin: man trägt wieder Ritterkreuz, und zwar ein modernisiertes, frisiertes, demokratisiertes, aus dem man die Häkchen herausgekratzt hat; Kreuze sind/'s ja ohnehin, und Kreuze sind – in Kunst und Gesellschaft – modern; vielleicht würde die bessere modische Variante lauten: man trägt immer noch Kreuz; für die Kreuzigung von Völkern wurden Kreuze als Auszeichnung verliehen. Wenn das in seiner Absurdität nicht modern ist, wie diese ganze, über Tage sich hinziehende furchterregende Zeremonie modern, gemacht, gekonnt gemacht war und doch auf eine gespenstische Weise nicht d a, erst durch die ungeheure Multiplikation auf dem Bildschirm wurde sie aus abendländischer fiction gekonntester Art, aus Theater und Arrangement, zu Wirklichkeit. Kein weiterer Kommentar, nur wieder ein Anlaß, dem zwanzigjährigen Büchner das Wort zu geben, da wo er an seine Braut schreibt: »Ich fühle mich zernichtet unter dem gräßlichen Fatalismus der Geschichte. Ich finde in der Menschennatur eine entsetzliche Gleichheit, in den menschlichen Verhältnissen eine unabwendbare Gewalt, allen und keinem verliehen. Der einzelne nur Schaum auf der Welle, die Größe bloßer Zufall, die Herrschaft des Genies ein Puppenspiel, ein lächerliches Ringen gegen ein ehernes Gesetz, es zu erkennen das Höchste, es zu beherrschen unmöglich. Es fällt mir nicht mehr ein, vor den Paradegäulen und Eckstehern der Geschichte mich zu bücken.« Ich wünschte mir in diesen neuen Hessischen Landboten hinein eine genaue Analyse der Tatsache, daß hierzulande auf Grund eines mysteriösen Protokolls staatsbesuchende Demokraten und Sozialisten mit mühsamen, gekrönte Häupter und Fürstlichkeiten mit überwältigendem Charme empfangen werden. Wer will sich da wundern, wenn Studenten, denen ein neues Bewußtsein zuwächst, diesem Protokoll auf die einzig mögliche Weise zuwiderhandeln: durch Unruhe und eindeutig formulierte Ablehnung. Wie sollten sie zu einer Höflichkeit verpflichtet sein, die dieses mysteriöse Protokoll ihnen durch Polizeigewalt aufzwingen möchte? In diesem Land scheitert ohnehin das meiste nicht an sachlichen, sondern an Protokollfragen. Schon in dem schlichten Vermerk auf Einladungen »Dunkler Anzug« oder »Straßenanzug« liegt ja ein massiver Druck. Wer sagt mir schon, was dunkel ist, und was ziehe ich auf der Straße an? Massive Drohungen gar wie »Smoking« sollten wir vielleicht nicht einmal der Ironie würdigen. Wer verfügt da über uns, wer verfährt da mit uns, wer gibt uns ungeschriebene Gesetze? Wer wundert sich da, daß der Widerspruch der Jugend sich auch in Kleidung und Haarwuchs ausdrückt. Wie anders als durch Unruhen, eindeutig formulierten Widerspruch, in Kleidung und Haarwuchs sollen sie sich Ausdruck verschaffen, da ihnen das Wählerkreuzchen, mit dem Verantwortung delegiert wird und das keine andere Wahl mehr läßt, nicht genügen kann. Ich zitiere den zwanzigjährigen Büchner aus einem Brief an seine Familie: »Meine Meinung ist die: wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. Wir wissen, was wir von unseren Fürsten zu erwarten haben. Alles, was sie bewilligten, wurde ihnen durch die Notwendigkeit abgezwungen... Man wirft den jungen Leuten den Gebrauch der Gewalt vor. Sind wir denn aber nicht in einem ewigen Gewaltzustand?«

Ich kann mich nicht entschließen, Büchners ästhetische Gegenwärtigkeit von seiner politischen zu trennen. Es wäre da eine von der Geschichte versäumte Begegnung zweier Deutscher zu beklagen. Die Begegnung zwischen Büchner und dem wenige Jahre jüngeren Marx. Die kraftvolle, so volkstümliche wie materialgerechte Sprache des Hessischen Landboten ist zweifellos eine ebenso wirkungsvolle politische Schrift wie das Kommunistische Manifest; Büchners traumhafte Sicherheit in der Erkenntnis und Darstellung sozialer Realitäten geht vom Landboten ohne Bruch in seine Dramen, seine Prosa, seine Briefe ein, und in dieser traumhaften Sicherheit bei der Erkenntnis sozialer Realitäten beim Dichter, Naturwissenschaftler und politischen Schriftsteller Büchner hätte die Chance gelegen, viele marxistische Irrtümer und Umwege, die Literatur betreffend, zu vermeiden, und die Leiden zukünftiger marxistischer Schriftsteller zu verringern. Vielleicht ließe sich diese von der Geschichte versäumte Begegnung posthum vollziehen: die idealistische Ästhetik des praktizierten Marxismus unserer Tage mit der Materialgerechtigkeit Büchners zu konfrontieren, der immerhin ein Zeitgenosse von Marx war und kein schlechter Kampfgenosse für ihn gewesen wäre. In Büchners Werk und allem, was er darüber äußert, herrscht nicht Prüderie und nicht deren Gegenteil, sondern eben der Wunsch nach Materialgerechtigkeit. Über Dantons Tod schreibt er an die offenbar erschrockene Familie: »... aber die Geschichte ist vom lieben Herrgott nicht zu einer Lektüre für junge Frauenzimmer geschaffen worden, und da ist es mir auch nicht übel zu nehmen, wenn mein Drama ebensowenig dazu geeignet ist. Ich kann doch aus einem Danton und den Banditen der Revolution nicht Tugendhelden machen... Man könnte mir nun vorwerfen, daß ich einen solchen Stoff gewählt hätte. Aber der Einwurf ist längst widerlegt. Wollte man ihn gelten lassen, so müßten die größten Meisterwerke der Poesie verworfen werden. Der Dichter ist kein Lehrer der Moral, er erfindet und schafft Gestalten, er macht vergangene Zeiten wieder aufleben –wenn man s o wollte, dürfte man keine Geschichte studieren, weil sehr viele unmoralische Dinge darin erzählt werden, müßte mit verbundenen Augen über die Gasse gehen, weil man sonst Unanständigkeiten sehen könnte, und müßte über einen Gott Zeter schreien, der eine Welt erschaffen hat, worauf soviel Liederlichkeiten vorfallen. Wenn man mir übrigens noch sagen wollte, der Dichter müsse die Welt nicht zeigen, wie sie ist, sondern wie sie sein sollte, so antworte ich, daß ich es nicht besser machen will als der liebe Gott, der die Welt gewiß gemacht hat, wie sie sein soll.«

Der Name Georg Büchner, meine Damen und Herren, verpflichtet mich, meinen Dank auf diese Weise auszudrücken, vom unruhigen Rand der Zeitgenossenschaft, von einem Standpunkt aus, wo Sicherheit bröckelig wird, Selbstsicherheit unmöglich; von wo aus das Kritische als Ärgernis mißverständlich klingen mag; so, als enthielte es nicht das Angebot, sich selbst mit einzubeziehen. Es gibt da noch einige Gegenwärtigkeiten in Büchners Leben und Werk: das Problem der Emigration, das aus seinem Briefwechsel mit Freunden und Familie, vor allem mit Gutzkow, darstellbar wäre; die ärztliche Gegenwärtigkeit Büchners, wie sie sich im Woyzek ausdrückt und die nicht geringer ist als jede seiner anderen.

Wäre ich nur andeutungsweise Büchner oder Danton, so wäre Ihnen diese Rede erspart geblieben. Immerhin sagt Lacroix über Danton: »Nichts als Faulheit. Er will sich lieber guillotinieren lassen als eine Rede halten.« Und in einem Brief an Wilhelm Büchner schreibt Büchner: »Ich bin ganz vergnügt, ausgenommen, wenn wir Landregen oder Nordwestwind haben, wo ich freilich einer von denjenigen werde, die abends vor dem Bettgehn, wenn sie den einen Strumpf vom Fuß haben, imstande sind, sich an der Stubentür aufzuhängen, weil es ihnen der Mühe zuviel ist, den anderen ebenfalls auszuziehen«, und damit würde über die Faulheit, zu der Büchner offensichtlich in Verhältnis gestanden hat, ein großes Feld betreten: sein Humor; der konnte so grimmig wie zart sein und gewiß noch vorhanden, selbst wenn er ihn verlor, wie es wahrscheinlich der Fall war, als er in Zürich den Brief seines elsässischen Freundes Boeckel empfing, in dem eine Passage beginnt: »In Teuschland befinde ich mich sehr wohl; es ist nicht halb so schlimm, wie Du glaubst...«