Georg-Büchner-Preis

Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, »die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.« (Satzung)

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen. Die Dotation des Preises beträgt 50.000 Euro.

Preisträger

Elias Canetti

Elias CanettiElias Canetti

Schriftsteller
Geboren 25.7.1905
Gestorben 14.8.1994
Mitglied seit 1972
Homepage

Georg-Büchner-Preis 1972
Laudatio von Horst Bienek
Dankrede von Elias Canetti
Urkundentext

... für ein Werk, das den Spannungen zwischen Macht und Intellekt, Masse und Verführung, Moralität und Widerstand gilt...

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Karl Krolow
Horst Bienek, Siegfried Dörffeldt (Hessisches Kultusministerium), Walter Helmut Fritz, Rudolf Hagelstange, Carl Linfert, Horst Rüdiger, Heinz Winfried Sabais (Stadt Darmstadt), Hans Scholz, Dolf Sternberger, Gerhard Storz, Wolfgang Weyrauch

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Georg-Büchner-Preis 1972

Elias Canetti

für ein Werk, das den Spannungen zwischen Macht und Intellekt, Masse und Verführung, Moralität und Widerstand gilt: von dem Roman »Die Blendung« bis zu den exemplarischen Aufzeichnungen, die in der Weise des Essays und des Aphorismus die Zeit und die uns umwuchernden Ideologien kritisch untersuchen.

Darmstadt, am 7. Oktober 1972

Das Präsidium
Karl Krolow, Präsident
Horst Rüdiger, Vizepräsident
Dolf Sternberger, Vizepräsident
Wolfgang Weyrauch, Vizepräsident