Georg-Büchner-Preis

Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, »die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.« (Satzung)

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen. Die Dotation des Preises beträgt 50.000 Euro.

Preisträger

Adolf Muschg

Adolf MuschgAdolf Muschg

Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
Geboren 13.5.1934
Mitglied seit 1980
Homepage

Georg-Büchner-Preis 1994
Laudatio von Werner Weber
Dankrede von Adolf Muschg
Urkundentext

Gefaßt in eine Sprache von psychologischer Sensibilität und zugleich von kritischer Klarsicht beschwören die Bücher Adolf Muschgs die Hoffnung, daß den Menschen noch zu helfen sei.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Herbert Heckmann
Peter Benz (Stadt Darmstadt), Herman Dieter Betz (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Elisabeth Borchers, Günter de Bruyn, Iso Camartin, Eckhard Heftrich, Norbert Miller, Ivan Nagel, Hans Wollschläger

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Georg-Büchner-Preis 1994

Adolf Muschg

der in seinen Romanen, Erzählungen, Theaterstücken und Essays der Gesellschaft einen untrüglichen Spiegel vorhält. Auch in seinem letzten großen Roman ›Der Rote Ritter‹, der das Mittelalter mit der Gegenwart parabelhaft verbindet, bleibt dies - ob Vorsatz oder nicht - wirksam. Gefaßt in eine Sprache von psychologischer Sensibilität und zugleich von kritischer Klarsicht beschwören die Bücher Adolf Muschgs die Hoffnung, daß den Menschen noch zu helfen sei.

Darmstadt, am 15. Oktober 1994

Das Präsidium
Herbert Heckmann, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Norbert Miller, Vizepräsident
Ivan Nagel, Vizepräsident