Johann-Heinrich-Merck-Preis

Der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Der Preis wird von dem in Darmstadt ansässigen Unternehmen Merck finanziert und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt vergeben. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Preisträger

Heinz Schlaffer

Heinz Schlaffer

Literaturwissenschaftler
Geboren 21.6.1939

Johann-Heinrich-Merck-Preis 2012
Laudatio von Ingeborg Harms
Dankrede von Heinz Schlaffer
Urkundentext

Heinz Schlaffer, der in seinen geistvollen, überraschungsreichen und beobachtungsscharfen Studien und Essays die Genauigkeit der Philologie mit dem Vergnügen der kritischen Polemik verbindet...

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Heinrich Detering
Vizepräsidenten Aris Fioretos, Gustav Seibt, Nike Wagner, Beisitzer Peter Hamm, Joachim Kalka, Navid Kermani, Per Øhrgaard, Michael Stolleis, Jan Wagner

Laudatio auf Heinz Schlaffer

LAUDATORIN
Ingeborg Harms
Geboren 15.9.1956
Journalistin, Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin

An Heinz Schlaffer gibt es viel zu preisen, obwohl und gerade weil er dem hohen Ton sehr skeptisch gegenübersteht: seine heitere Nüchternheit und illusionsfreie Klarheit, sein trockener Witz und seine große intellektuelle Redlichkeit, seine starken Thesen und furchtlosen Interventionen, nicht zuletzt wenn es um Weichenstellungen in seinem Fach geht. Sein Stil ist eher englisch als deutsch, pragmatisch, präzise, pointiert und nie vom Rhythmus fortgetragen. Man könnte sagen, der Bauhaus-Stil in der Kritik. Die Emphase liegt bei ihm in der Sache, in fruchtbaren Hypothesen, eleganten Lösungen und schlüssigen Beweisfolgen. Selbst seine Bonmots sind lapidare Sätze, die in ihrer konzentrierten Verkürzung wie mathematische Formeln wirken.

Seine Kurze Geschichte der deutschen Literatur legte der Germanistik ein unverfrorenes Armutszeugnis vor: Sie verliere sich in Methodendebatten, vertiefe sich in Spezialgebiete, umarme multikulturelle und internationale Forschungsprojekte, einzig und allein, um sich über ihren eigenen Begriff und seine »Abhängigkeit von der Katastrophe des Dritten Reiches« keine Rechenschaft geben zu müssen. So hielt Heinz Schlaffer es nicht, ganz im Gegenteil ist allem, was er geschrieben hat, implizit die Frage vorangestellt, wie Literatur politisch wirkt und wie sich Politik in Literatur übersetzt.

In der Kurzen Geschichte brachte er uns bei, dass die Epoche um 1800 nicht deshalb den Höhepunkt der deutschen Literatur markiert, weil sie im Vollbesitz der Wahrheit gewesen wäre, sondern weil sie reich an Krisen war und bis zum Hals in Widersprüchen steckte. Kaum ein anderer Germanist hat wie er die Geschichte in den Büchern aufgespürt, ihre anonymen Kräfte und widerstreitenden Energien. Die Sprache selbst, die der Dichter und die der Wissenschaft, ist für ihn ein Politikum, ein aus veralteten Wissensständen geschmiedetes Instrument, das sich in jedem Moment aufs Neue von seinem Ursprung im Mythos zu befreien hat. »Es braucht viel Sachverstand«, schrieb er einmal, »um zu unterscheiden, was in einem Satz Deskription, was in ihm Fiktion ist.« Deshalb widmet er einschlägige Bücher der bezaubernden Rede: dem Gedicht, den Schwärmern des Historismus und Nietzsches entfesseltem Wort.

Es mag überraschen, dass er Nietzsche nicht als Rhetoriker wertet, auch wenn er dessen stilistische Kunstmittel erschöpfend analysiert. Für Schlaffer ist Nietzsche ein »Spruchdichter«, der den inspirierten Vortrag suggeriert und durch den Einsatz von Repetition, seherischem Präsens, Tempuswechseln und dergleichen quasi einen sprachlichen »Tanzplatz« bereitet, also die Zeit zum Stillstand zu bringen versucht. Heinz Schlaffer hingegen extrapoliert die Zeitlichkeit aus seinen literarischen Gegenständen, die sich als gerundetes Werk und mythisches Gebilde präsentieren. Er rückt ihnen als Techniker zu Leibe, der Luft in die Konstruktion bringt und ihre gegenläufigen Verstrebungen sichtbar aufstellt. So hat er es schon in Der Bürger als Held gemacht, bei Lessing, Goethe und Jean Paul. Aus der mutmaßlichen Tragödie präpariert er die Komödie, aus dem angestrebten Epos den melancholischen Roman, aus der Poesie des Brautgedichts die Prosa der Verhältnisse heraus. Dass sich der Bürger in einer nachheroischen Welt, die nur noch Beamte braucht, als Held imaginiert, führt für Schlaffer direkt zum emanzipatorisch verpassten 19. Jahrhundert: »Erst im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Deutschen zu Romantikern ihrer selbst und lebten, von mythisierender Rede berauscht, im eigenen Land, als wären sie in einem fremden.«

Der Wortzauber der Barden und Auguren hat sich in der Moderne auf die Philosophie, die Kunst- und Kulturkritik verlagert. An der historischen Dialektik von Marx und Hegel geschult, verortet Schlaffer den entscheidenden Austragungsort der Widersprüche des letzten Jahrhunderts im Widerstand der Sprache gegen das Aufkommen der technizistischen Weltordnung. Der Titel des Nietzsche-Buchs, Das entfesselte Wort, spielt nicht ohne Grund auf das entfesselte Atom an. Heinz Schlaffer deutet Nietzsches Emphase als Effekt der Bedrohung des Worts durch die Beschleunigung der Produktivkräfte. Im Aufbäumen entsteht der visionäre Diskurs einer ganzen Epoche, der sich, so Schlaffer, »mit katastrophalen Folgen gegen die Zahlenwelt behauptet« hat. Die Macht der Sprache lässt sich kaum unmissverständlicher konstatieren als in seinem Fazit, dass Nietzsche mit seinen Prophezeiungen die Krisen des 20. Jahrhunderts »überhaupt erst erzeugt« habe.

Rhetorik hingegen ist für Heinz Schlaffer ein Instrument politisch wacher Gesellschaften. Sie entsteht in der Menge und wird im Widerstreit der Stimmen gewetzt. Er schätzt an ihr die Transparenz der Mittel, die Übertreibung, das klare Interesse und auch die deutliche Parteilichkeit. Rhetorik ist ein Mittel der Auseinandersetzung unter Gleichen, sie floriert in Ländern mit Parlamenten wie England und Frankreich. Dass sie sich in Deutschland nicht entfaltete, ergibt sich für Schlaffer nicht nur aus der fehlenden Hauptstadt und Kultur großer Höfe, sondern auch aus dem Monopol, das das Pfarrhaus für die Bildung deutscher Intelligenzen einnahm. Denn hier wurde Wahrheit verkündet, nicht erstritten, lutherisch geradeheraus, ohne schmückendes Beiwerk. Doch hier entstand auch jene im Pietismus gipfelnde Seelensprache, die für die feinsten Nuancen des Inneren noch einen Ausdruck fand. »Abweichung im Stillen und Anpassung an die äußeren Verhältnisse« war das Gebot der deutschen Dichter, die sich, so gut es ging, den Forderungen von »Amt, Gemeinde und Familie« fügten: »Doch wäre es vermutlich ohne solch demütige, oft demütigende Unterordnung nicht zu jenem eigentümlichen Glück verborgener, verhalten angedeuteter, selten aber ausgesprochener Empfindungen und Stimmungen gekommen.«

Der in Poesie und Wissen entfaltete Gedanke, dass jede Religion als Wissenschaft auftritt und dass alle noch so überzeugenden Weltbilder und Glaubensinhalte irgendwann zu Mythen werden, öffnet Heinz Schlaffer den Weg in die Literatur, die seiner Ansicht nach immer zu spät kommt und gerade dadurch »die archaischen Bestände menschlicher Kultur auf die Stufe des Bewusstseins rettet«. Sie ergötzt, weil sie das für obsolet Erklärte restauriert und nostalgische Sicherheiten bietet. Doch ihre Brüche sind es, in denen das Neue zur Welt kommt und vom sozialhistorisch informierten Literaturkritiker maieutisch betreut werden will. So isoliert Heinz Schlaffer den Mutterkuchen der Religion, die, wie er überzeugend darlegt, der deutschen Literatur ihre innere Einheit gibt, und legt die Sprache eines mit sich selbst bekannt gemachten, autonomen Subjekts frei.

Nach dem Nietzsche-Buch war die Hinwendung zur Geistersprache der Lyrik nur konsequent. Ihren Ursprung im Animismus, im Dingzauber, in der apotropäischen Beschwörung höherer Geister weist Heinz Schlaffer noch im romantischen Liebesgedicht nach. Die Intentionen und die Instrumente sind dieselben. Und doch gewinnt er dem lyrischen Ich des modernen Gedichts auch demokratische Qualitäten ab. Zwar ist dessen Standpunkt absolut, doch gerade weil er von jedem fraglos eingenommen wird, führt das Gedicht den Leser über dessen Grenzen hinaus, schenkt ihm die Welthaltigkeit fremder Individualitäten und wirkt gerade so aufklärerisch.

Diese Qualität des Gedichts erklärt vielleicht, dass sich Heinz Schlaffer im Bedauern über das Verschwinden des spontanen Gesangs im öffentlichen Leben zu einem seltenen Moment des Pathos hinreißen lässt: »Vor wenigen Jahrzehnten noch hätte man Singen für ein natürliches Bedürfnis der Menschen gehalten. Bis in die Nachkriegszeit sangen sie zu Hause, beim Wandern, im Wirtshaus, zuweilen sogar auf der Straße. ›I hear America singing‹: Whitman wollte seine Gedichte bescheiden den Liedern an die Seite stellen, die er überall von Zimmerleuten, Maurern, Schiffern, Schuhmachern, Holzfällern, Müttern, Mädchen, Nachtschwärmern hörte. Sie alle sind mittlerweile verstummt.«

Die Trauer, die hier mitklingt, über das Ende des großen Gesangs, der aus dem Alltag ins Gedicht und von dort ins Leben zurückwanderte und den Heinz Schlaffer als Kind wohl selbst noch genossen hat, betrifft zugleich die Abstinenz des eigenen Tons von allen eingeschworenen Weisen. Deren Magie ersetzt in seinem Werk die heitere Strenge der Klausur, eine äußerste Konzentration und enorme Spannung des analytischen Bogens, der philologisches Wissen mit literaturwissenschaftlicher Erkenntnis und geschichtsphilosophischer Reflexion kurzschließt. »Aus dem Gegensatz zwischen dem stillen Dasein in der Bibliothek und den Turbulenzen auf der Straße gewinnt Gelehrsamkeit ihr eigenes Pathos«, bekannte Heinz Schlaffer in Poesie und Wissen und fügte hinzu: »Mönchische Ziele und Haltungen sind dem Gelehrten nicht fremd.«

Dass auch in der Schlaffer’schen Nüchternheit, die sich eher an Ingenieurs-Tugenden als an der suggestiven Prosa germanistischer Hünenväter orientiert, ein rhetorisches Interesse steckt, würde er selbst nie leugnen. Letztlich ist seine Berufswahl, bei aller Affinität zur barrikadenbauenden 68er-Generation, strategisch zu werten. Sie beruht auf der Einsicht, dass die geschichtlichen Energien nicht länger auf der Straße ihren Austrag suchen. In Geistersprache arbeitet er heraus, dass hehre Worte Taten werden wollen, und im Nietzsche-Buch zeigt er, dass sie es sind. Dem Karl Kraus-Diktum, dass Sprache ein Höchstmaß an Verantwortung fordert, weil sie »ungestraft verletzt werden kann«, fügt Schlaffer die Einsicht hinzu, dass sie zugleich ungestraft verletzt. So gesehen, ist auch der Literaturwissenschaftler ein Mann der Tat, einer, der Worten mit Worten ins Geschirr fährt, der auf dem Feld der Sprache handelt und kämpft. »Alle rhythmischen Dinge sind Waffen gegen die Zeit«, zitiert Heinz Schlaffer einmal Ernst Jünger, »und gegen sie im Grunde kämpfen wir.« Die Gegenfront zum diesjährigen Johann-Heinrich-Merck-Preisträger ließe sich kaum genauer benennen. Gerade durch die Geduld, mit der Heinz Schlaffer den musikalischen Kitt von den Zeilen schlägt, durch die unerbittliche Genauigkeit, mit der er die Risse historischer Umbrüche in den Texten nachzeichnet, gerade durch die Unterdrückung jedes sich einstellenden Überschwangs erhält sein Werk etwas von jenem Heroischen zurück, in das sich die Blüte der deutschen Literatur hineinträumte.

Sein Bekenntnis zur Sachlichkeit liefert eine Anekdote über Alexander von Humboldt, dessen wissenschaftliche Prosa, wie Schlaffer schreibt, noch von Sehnsuchtsenergie beflügelt wurde. Als der Weltreisende auf dem Kamm der Anden stand und sich des lang erträumten Anblicks der Südsee freute, vergaß er im Überschwang, den Barometerstand abzulesen, von dem die Bestimmung der Gipfelhöhe abhing. »Der Fortgang der Wissenschaft«, merkt Heinz Schlaffer lapidar an, »erfordert seine eigene Disziplin.«

In der Faust II-Studie, seinem Meisterstück, trägt sie detektivische Züge. Die Rekonstruktion des zwei Jahrzehnte langen Umwegs, den Goethe über das Symbol zur Allegorie nimmt, liest sich spannend wie ein Krimi: Wie er im Briefwechsel mit Schiller 1797 ganz nah an sie herankommt und sie dann als Lösung verfehlt. In seinem brillanten Vorwort zu Karl Schlechtas Wilhelm Meister-Interpretation, die er nach gut 30 Jahren neu herausgibt, schreibt Heinz Schlaffer, dass Schlechta »die Situation der ursprünglichen Lektüre zurückzugewinnen« versucht, »als hätte sich auf dem Roman noch nicht der Staub des literaturhistorischen Wissens abgelagert«. Ebendiesen Eindruck der Frische vermittelt Heinz Schlaffers Faust II-Lektüre. Mit stupender Eleganz bahnt seine Deutung sich ihre Wege und macht Goethes lange als unglücklich erachtete Reprise einer barocken Figur als Geniestreich sichtbar, der sich auf der Höhe seiner Zeit bewegt. Helena-Beschwörung, Mütterreich und Mummenschanz zeigen sich im Licht Brecht’scher Parabeln, und plötzlich steht ein Goethe vor uns, der mit denselben Problemen wie Karl Marx gekämpft hat und ökonomisch auf demselben Wissensstand war.

Wie Goethe respektiert Heinz Schlaffer die Zeichen der Zeit. Im Nietzsche-Buch rechnet er lakonisch mit der DDR-Intelligenz und so auch mit den 68er-Träumen ab: »Ihre Kritik der bestehenden und ihre Entwürfe einer besseren Welt blamieren sich, weil sie nicht in der Lage sind, eine Kostenrechnung vorzulegen.« Schlaffer macht es umgekehrt, er versteht nicht nur Dichtung als »Produktivkraft«, er betrachtet auch sein eigenes Metier unter ökonomischen Prinzipien und konstatiert, »dass Kritik als Prinzip bürgerlicher Philosophie, als Abwägen konkurrierender Gesellschaftsformen, Ideen, Kunstwerke ihren Ausgang vom Markt nimmt«.

Man könnte endlos über die geistreichen Einsichten sprechen, von denen das Werk Heinz Schlaffers funkelt: über den aus der Ketzer- und Märtyrerfigur geborenen Sonderling als einzigen deutschen Beitrag zum Charakterrepertoire der Weltliteratur und die weitreichende Beobachtung, dass sich mit ihm »der Makel der Sündhaftigkeit vom Narren auf die Gesellschaft verschoben hat«. Oder über die zentrale Rolle der deutschen Universität, die das kosmopolitische Leben von Metropolen und Höfen ersetzen musste, und das Ideal studentischer Anarchie, das bis in die 68er Jahre nachwirkt: »Noch heute verfolgt die Angst, als Spießer und Philister angesehen zu werden, die Bürger in Deutschland und treibt sie der Kunst in die Arme.«

Zur zeitgenössischen Literatur hat sich Heinz Schlaffer fast ausschließlich in geschliffenen Rezensionen geäußert. Auch macht er kein Geheimnis daraus, dass ihm die deutsche Nachkriegsliteratur kein großes Vergnügen bereitet. Er spricht von ihrem »unverkennbaren Niedergang« und gibt, wie er es an anderer Stelle von Friedrich Kittler sagt, »schnöde und euphorisch« kund, dass heute »die sündige Lust am poetischen Nonsense« ohne »die ständige Bedrohung, Peter Weiss’ ›Ästhetik des Widerstands‹ lesen oder Paul Celans Gedichte deuten zu müssen«, um einiges geringer wäre.

Die Literatur und ihre späteste Ausformung, der Roman, haben sich überlebt. Er wird von der Reflexion geschluckt, von Wissenschaft zermürbt oder vom Film in seinem Anspruch auf Realismus überholt. »Damit Dichtung geschrieben werden kann«, so Heinz Schlaffer, »braucht sie Erinnerungen an eine archaische Welt, in der die Aura der Wörter noch nicht völlig durch technische Medien zerstört worden ist; wo noch nicht die Aufklärung des Journalismus, der popularisierenden Wissenschaft und des Tauschverkehrs die letzten Reste von Glauben und Aberglauben beseitigt hat.« Hier schwingt die ganze Sympathie mit, die Heinz Schlaffer zum Gegenstand seiner Studien machte. Weil er sie sich vom Leibe hielt, konnte ein literaturwissenschaftliches Werk entstehen, das an Konsequenz, Subversivität und Humanität seinesgleichen sucht. Als Tonikum und Antiseptikum seiner wissenschaftlichen Karriere diente ihm die Musa iocosa der frivolen Liebesdichtung. Ihre verschüttete Tradition brachte er in seiner Habilitationsschrift ans Licht. Selbstironisch hat Heinz Schlaffer seine Enthaltsamkeit gegenüber dem hohen Ton denn auch mit einem Witz kommentiert. Der erzählt vom Kunsthistoriker, der im Sterben liegt, er habe zu dem Pfarrer, der ihm das Kreuz Christi vorhielt, mit letzter Kraft gesagt: »Oberrheinisch, spätes 15. Jahrhundert.«