Georg-Büchner-Preis

Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, »die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.« (Satzung)

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen. Die Dotation des Preises beträgt 50.000 Euro.

Der Preis wird finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Darmstadt.

Die Jury für den Georg-Büchner-Preis bildet das Präsidium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung unter Mitwirkung je eines Vertreters/einer Vertreterin der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Magistrats der Stadt Darmstadt.

Preisträger 2021

Clemens J. Setz,
Georg-Büchner-Preisträger 2021

»Mit Clemens J. Setz zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Sprachkünstler aus, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkundet. Seine bisweilen verstörende Drastik sticht ins Herz unserer Gegenwart, weil sie einem zutiefst humanistischen Impuls folgt. Diese Menschenfreundlichkeit verbindet Clemens J. Setz mit einem enzyklopädischen Wissen und einem Reichtum der poetischen und sprachschöpferischen Imagination. Mit staunenswerter Vielseitigkeit demonstriert er eine radikale Zeitgenossenschaft, welche Buch um Buch die Schönheit und den Eigensinn großer Literatur beglaubigt.«

Der Georg-Büchner-Preis ist mit 50.000,- Euro dotiert und wird am 6. November in Darmstadt verliehen.

Pressemitteilung
Zur Preisverleihung

Preisträger

Ingeborg Bachmann

Ingeborg BachmannIngeborg BachmannIngeborg BachmannIngeborg Bachmann

Schriftstellerin
Geboren 25.6.1926
Gestorben 17.10.1973
Mitglied seit 1957

Georg-Büchner-Preis 1964
Laudatio von Werner Weber
Dankrede von Ingeborg Bachmann
Urkundentext

Scharf von Erkenntnis und bitter von Sehnsucht.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Hanns W. Eppelsheimer
Friedrich Bischoff, Kasimir Edschmid (Ehrenpräsident), Richard Gerlach, Hermann Kasack (Ehrenpräsident), Marie Luise Kaschnitz, Karl Krolow, Wilhelm Lehmann, Fritz Martini, Gerhart Pohl, Dolf Sternbergerk, W. E. Süskind, Fritz Usinger

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Georg-Büchner-Preis 1964 an

Ingeborg Bachmann

für die in diesem Jahr erschienene erste Sammlung ihres Werkes, das in Gedicht, Erzählung und Essay dichterisch und philosophisch in großer Konzeption das Bild der Literatur des Jahrhunderts vorführt: Scharf von Erkenntnis und bitter von Sehnsucht.

Darmstadt, am 17. Oktober 1964

Das Präsidium
Hanns W. Eppelsheimer, Präsident
Gerhart Pohl, Vizepräsident
Dolf Sternberger, Vizepräsident
Fritz Usinger, Vizepräsident