Georg-Büchner-Preis

Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, »die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.« (Satzung)

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen. Die Dotation des Preises beträgt 50.000 Euro.

Preisträger 2017

Jan Wagner,
Georg-Büchner-Preisträger 2017

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2017 an den Lyriker Jan Wagner.

Die Preisverleihung findet am
28. Oktober 2017 im Staatstheater Darmstadt statt. Der Vorverkauf beginnt am dem 26. September.

Aus der Begründung der Jury:
»Jan Wagners Gedichte verbinden spielerische Sprachfreude und meisterhafte Formbeherrschung, musikalische Sinnlichkeit und intellektuelle Prägnanz. [...] Aus neugierigen, sensiblen Erkundungen des Kleinen und Einzelnen, mit einem Gespür für untergründige Zusammenhänge und mit einer unerschöpflichen Phantasie lassen sie Augenblicke entstehen, in denen sich die Welt zeigt, als sähe man sie zum ersten Mal.«

Zur Pressemitteilung

Preisträger

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek

Schriftstellerin
Geboren 20.10.1946
Mitglied von 1998 bis 2007
Homepage

Georg-Büchner-Preis 1998
Laudatio von Ivan Nagel
Dankrede von Elfriede Jelinek
Urkundentext

... für die vielstimmige Kühnheit ihres erzählerischen und dramatischen Werks, worin sie sprachbesessen die Sprache vor ihr eigenes Tribunal zieht...

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Christian Meier
Giuseppe Bevilacqua, Elisabeth Borchers, Kurt Flasch, Peter Hamm, Norbert Miller, Adolf Muschg, Erica Pedretti, Klaus Reichert, außerdem Peter Benz (Stadt Darmstadt), Herman Dieter Betz (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst)

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
verleiht den Georg-Büchner-Preis 1998

Elfriede Jelinek

für die vielstimmige Kühnheit ihres erzählerischen und dramatischen Werks, worin sie sprachbesessen die Sprache vor ihr eigenes Tribunal zieht, liebessüchtig den Riß zwischen Lust und Zärtlichkeit aufdeckt, zornig für die ausgeschlachtete Natur in einer verblendeten Zivilisation eintritt und friedliebend den Verlust der Güte und Herzlichkeit zwischen den Geschlechtern, zwischen den Generationen, zwischen den Mächtigen und den Hilflosen beklagt.

Darmstadt, am 17. Oktober 1998

Das Präsidium
Christian Meier, Präsident
Elisabeth Borchers, Vizepräsidentin
Peter Hamm, Vizepräsident
Norbert Miller, Vizepräsident