Neue Mitglieder

Vier neue Mitglieder

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat vier neue Mitglieder zugewählt: die Schriftstellerinnen Tamara Bach und Annett Gröschner, die italienische Literaturwissenschaftlerin Maria Carolina Foi und den Schriftsteller Hans Pleschinski. Mit diesen Zuwahlen zählt die Akademie 191 Mitglieder.

Tamara Bach, geboren 1976 in Limburg an der Lahn, studierte Englisch und Deutsch auf Lehramt an der Freien Universität Berlin. Ihr erstes Buch »Marsmädchen« (2003) wurde als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem den Deutschen Jugendliteraturpreis. Lehrerin ist sie nicht geworden, stattdessen hat sie weiter geschrieben, vor allem Jugend- und Kinderbücher – darunter »Busfahrt mit Kuhn« (2004), »Was vom Sommer übrig ist« (2012) oder »Von da weg« (2024) – aber auch Lyrik, Theaterstücke und Rezensionen. Für ihr Gesamtwerk bekam sie 2019 den großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und 2021 den James-Krüss-Preis.

Maria Carolina Foi, geboren 1957 in Udine/Italien, studierte zunächst Rechtswissenschaft an der Universität Padua, dann Germanistik in Triest. Es folgten Stipendien des DAAD, der Humboldt-Stiftung, ein Senior Fellowship am Freiburg Institute for Advanced Studies. Seit 2008 ist sie Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Triest. Ihre Schwerpunkte sind Literatur und Recht, Wiener Moderne, deutsch-italienischer Kulturtransfer. Als Herausgeberin und Übersetzerin hat sie italienische Ausgaben von Heine (»Die Harzreise«) und Schiller (»Don Carlos«; »Demetrius«) publiziert. Von 2020 bis 2024 war sie Direktorin des Italienischen Kulturinstituts in Berlin. 2025 wurde sie in die Jury für den Deutschen Buchpreis berufen.

Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, ist eine interdisziplinär arbeitende Autorin von Romanen u.a. »Moskauer Eis« (2000), »Walpurgistag« (2011), Erzählungen, Essays, Theaterstücken, Radiofeatures und Reportagen. Sie kuratiert Ausstellungen und arbeitet als Performerin fürs Theater. Annett Gröschner erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter den Großen Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin und den Klopstock-Preis des Landes Sachsen-Anhalt (beide 2021). 2025 war sie Stadtschreiberin von Mainz. Ihr Roman »Schwebende Lasten« war auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025 nominiert.
Webseite der Autorin: annettgroeschner.de

Hans Pleschinski, geboren 1956 in Celle, studierte in München Theaterwissenschaft, Romanistik und Germanistik. Er arbeitete als freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk. Seit 1984 veröffentlicht er Romane und Erzählungen. Zudem trat er als Übersetzer und Herausgeber von Werken aus dem Französischen hervor. Zu seinen Romanen zählen »Brabant. Roman-zur-See« (1995), »Königsallee« (2013), »Wiesenstein« (2018), »Der Flakon« (2023), zu seinen Übersetzungsarbeiten der »Briefwechsel zwischen Voltaire und Friedrich dem Großen« (1992) sowie das »Geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ« (2011). Hans Pleschinski wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung (2024).
Webseite des Autors: pleschinski.de