Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht
den mit 40.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis dieses Jahr dem
Schriftsteller Wilhelm Genazino. Das hat die Jury am Donnerstag, dem 3. Juni,
in Darmstadt entschieden. Der Preis wird auf der Herbsttagung der Deutschen
Akademie am 23. Oktober 2004 in Darmstadt verliehen.
Genazino wurde am 22. Januar 1943 in Mannheim geboren. Als freier Jounalist, später als Redakteur arbeitete er bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften (u.a. für "Pardon"). Als Romanautor wurde er 1977 mit seiner Abschaffel-Trilogie bekannt und gehört seither zu den wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Frankfurt.
Werke:
1977 Abschaffel. Eine Trilogie
1989 Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz. Roman
1992 Leise singende Frauen. Roman
1994 Die Obdachlosigkeit der Fische. Roman
1996 Das Licht brennt ein Loch in den Tag. Roman
1998 Die Kassiererinnen. Roman
2000 Auf der Kippe. Ein Album
2001 Ein Regenschirm für diesen Tag. Roman
2003 Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman
Auszeichnungen:
1986: Westermanns Literaturpreis
1989: Bremer Literaturpreis
1995 Solothurner Literaturpreis
1996 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim
1998 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der
Schönen Künste
2001: Kranchichsteiner Literaturpreis des Deutschen
Literaturfonds e.V. für sein Gesamtwerk
2003: Kunstpreis Berlin
2003: Hans-Fallada-Preis
3. Juni 2004