Presseerklärung

 

 

 

Wie geht es weiter?

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung fordert arbeitsfähige Strukturen für die fachliche Begleitung der deutschen Rechtschreibung

 

 

Der Rat für Deutsche Rechtschreibung hat die erste Phase seiner Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung begrüßt den von ihm vorgelegten Kompromiß, der wesentliche Teile des amtlichen Regelwerks neu formuliert. Weitere Schritte in der eingeschlagenen Richtung müssen folgen.

Die zum Regelwerk gehörige umfangreiche Wörterliste ist auf Forderung der Kultusminister Anfang März vom Rat vorgelegt worden. Sie ist unter erheblichem Zeitdruck und ohne die Infrastruktur erstellt worden, die für eine solche lexikographische Aufgabe erforderlich ist. Aus diesem Grund kann sie weder die bisherige Arbeit des Rates vermitteln noch als überzeugende Grundlage für die weitere Arbeit dienen. Der Rat kann seine künftigen Aufgaben in den Strukturen, die ihm bislang zur Verfügung standen, nicht erfüllen. Anders als die erste Überarbeitung des Regelwerks sind die kontinuierliche Beobachtung des Sprachgebrauchs und dessen Berücksichtigung in Wörterbüchern auf eine finanziell und institutionell abgesicherte Arbeitsebene angewiesen. Im Zuge der Neuregelung der Orthographie wurden die alten funktionierenden Strukturen außer Kraft gesetzt. Die Politik ist deshalb dazu verpflichtet, Rahmenbedingungen für eine professionelle Weiterarbeit zu schaffen.

 

Darmstadt, den 23. März 2006

 

 

 

Kontakt

Corinna Blattmann
Deutsche Akademie
für Sprache und Dichtung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alexandraweg 23
D-64287 Darmstadt
Tel.: 06151/ 4092-16
Fax: 06151/ 4092-99
Email: corinna.blattmann@deutscheakademie.de
homepage: www.deutscheakademie.de