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Bruyn     Esch
Günter de Bruyn                        Arnold Esch


Auszeichnungen für Günter de Bruyn und Arnold Esch


Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2011

an den Schriftsteller Günter de Bruyn.
Der Historiker Arnold Esch erhält den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2011. Beide Preise sind mit 12.500,- Euro dotiert und werden zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 29. Oktober 2011 in Darmstadt verliehen.

Karten für die Verleihung am 29. Oktober 2011 (Beginn 16 Uhr) können ab dem 4. Oktober über das Staatstheater Darmstadt für einen Betrag von 6,- Euo erworben werden.


»Günter de Bruyn wird mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2011 ausgezeichnet. Seine Essays und Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte Berlins und Brandenburgs im 18. und 19. Jahrhundert sind zu einer auch sprachkünstlerisch glanzvollen synthetischen Epochendarstellung geworden, die wie eine Vollendung von de Bruyns eigenem großem erzählerischen Œvre wirken mag. Kennerschaft und der unbeirrbar kritische Blick haben eine historisch-ästhetische Landschaft, die für die deutsche Geschichte von entscheidender Bedeutung ist, exemplarisch vermessen und neu erschlossen.«


Günter de Bruyn, geboren 1926 in Berlin, wurde 1943 zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 arbeitete er als Lehrer  in einem Dorf bei Rathenow in der Mark Brandenburg, anschließend als Bibliothekar in Ost-Berlin und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Bibliothekswesen der DDR. Seit 1961 ist er freiberuflicher Schriftsteller und lebt bei Beeskow / Brandenburg. De Bruyn ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademie der Künste Berlin. Für sein umfangreiches schriftstellerisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet. Über das Berlin des 18. und 19. Jahrhunderts erschienen zuletzt: „Als Poesie gut. Schicksale aus Berlins Kunstepoche 1786 bis 1807“ (Frankfurt: Fischer 2006), „Die Zeit der schweren Not. Schicksale aus dem Kulturleben Berlins 1807 bis 1815“ (Frankfurt: Fischer 2010). Der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und von dem Unternehmen Merck KGaA, Darmstadt, finanziert.


Preise und Veröffentlichungen im Einzelnen gelb



»Arnold Esch, dem in Rom lebenden Historiker, verleiht die Deutsche Akademie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2011. Sie ehrt einen präzisen Quellenforscher, der zugleich Essayist und Erzähler ist. Die in klassischer Gelehrtenprosa gehaltenen Bücher und Abhandlungen Eschs verbinden jedes Einzelproblem mit einer grundsätzlichen Frage an Geschichte und Anthropologie; der große  Hintergrund der Stadt  Rom macht Esch zum Erben der glanzvollsten Tradition deutscher Geschichtsschreibung.«


Arnold Esch, geboren 1936 in Altenbögge/Westfalen, studierte Geschichte und Klassische Archäologie an den Universitäten Münster und Göttingen sowie Politische Wissenschaften am Institut d’études politiques in Paris. 1964 promovierte er in Göttingen bei Hermann Heimpel, 1974 wurde er für mittlere und neuere Geschichte habilitiert. Von 1977 bis 1988 Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bern und 1985/86 deren Rektor. Danach, von 1988 bis 2001, leitete er als Direktor das Deutsche Historische Institut in Rom. Seine Forschungen und Publikationen betreffen die Geschichte des Spätmittelalters und der Renaissance, vor allem die Geschichte Roms und des Papsttums, sie widmen sich Fragen der Wirtschafts- und Kunstgeschichte, Geschichte und Landschaft, und  dem Nachleben der Antike. Daneben hat er über einzelne Aspekte des 19. Jahrhunderts gearbeitet und über allgemeine methodische Probleme seines Fachs. Esch erhielt zahlreiche italienische und deutsche Preise und ist Mitglied unter anderem der Göttinger und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie der Accademia Nazionale dei Lincei. Zu seinen jüngsten Buchpublikationen zählen „Landschaften der Frührenaissance. Auf Ausflug mit Pius II.“ (München: Beck 2008) und „Wahre Geschichten aus dem Mittelalter. Kleine Schicksale selbst erzählt in Schreiben an den Papst“ (München: Beck 2010). Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und von der HSE-Stiftung, Darmstadt, finanziert.


Mitgliedschaften, Preise und Veröffentlichungen gelb


Foto: Günther de Bruyn  / Susanne Schleyer
24. Mai 2011

 

 

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