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Gauss

Karl-Markus Gauß © Paul Zsolnay Verlag







Giuliani
Luca Giuliani © WiKo Berlin




 

 



















Auszeichnungen für Karl-Markus Gauß und Luca Giuliani

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2010 an den Schriftsteller und Kritiker Karl-Markus Gauß.
Luca Giuliani, Archäologe und Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin, erhält den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2010.

Beide Preise sind mit 12.500,- Euro dotiert und werden zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 23. Oktober 2010 in Darmstadt verliehen.

 

Karl-Markus Gauß erhält den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2010. In seinen brillanten Essays und Journalen hat er die Ränder Europas mit ihren vielen vergessenen und verdrängten Kulturen erschlossen und uns damit den einzigartigen kulturellen Reichtum jenseits der Grenzen der Globalisierung aufgezeigt. Gauß, der das Fremde in die Nähe und das Vertraute in die Distanz rückt, beherrscht die subtile Polemik ebenso wie das ruhige anschauliche Erzählen. Immer aber schreibt dieser melancholische Spurensucher gegen den herrschenden Konsens ebenso an wie gegen die vorsätzliche Gedächtnis- und Gedankenlosigkeit der medialen Welt.


Karl-Markus Gauß wurde 1954 in Salzburg geboren, wo er heute als Schriftsteller und Literaturkritiker lebt. Seit 1991 ist er Herausgeber von „Literatur und Kritik“, einer der wichtigsten deutschsprachigen Kulturzeitschriften und schreibt zudem für die Tageszeitungen Neue Zürcher, Süddeutsche, Die Presse und Der Standard. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Im Paul Zsolnay Verlag erschienen zuletzt das Journal „Zu früh, zu spät“ (2007) und „Die fröhlichen Untergeher von Roana“ (2009). Eine Kulturgeschichte Europas „Im Wald der Metropolen“ erscheint Ende Juli 2010.

 
Der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und von der Firma Merck KGaA, Darmstadt, finanziert.

 

Luca Giuliani wird mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2010 ausgezeichnet. Er rekonstruiert im Grenzbereich von Bildkunst, Literatur und Kulturgeschichte die Kunst der Antike in ihren religiösen, politischen, sozialen Beziehungen als „Arbeit am Mythos“ und macht - fern aller voreiligen Aktualisierungen - die Gegenwärtigkeit ihrer Gestaltungen sichtbar. Mit einer ansteckenden Lust an der hermeneutischen Spurensuche, in subtilen Werkanalysen und scharfsinnigen Interpretationen und in einer Wissenschaftssprache, die ihre Eleganz aus der Präzision des Ausdrucks und der Luzidität des Arguments gewinnt, nehmen Giulianis Schriften die Leser in eine Schule des genauen Blicks und des anschauenden Denkens. So haben sie die Klassische Archäologie wieder zu einem inspirierenden Gesprächspartner der Kulturwissenschaften werden lassen.
 

Luca Giuliani wurde 1950 in Florenz geboren. Er ist Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin und Professor der Klassischen Archäologie an der Humboldt-Universität Berlin. Im C.H. Beck Verlag erschienen zuletzt "Bild und Mythos" (2003), "Ein Geschenk für den Kaiser", mit Gerhard Schmidt (2010).

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und von der HSE-Stiftung, Darmstadt, finanziert.


Die Preisverleihung findet im Staatstheater Darmstadt statt,
Georg-Büchner-Platz 1, Beginn ist 16 Uhr.
Karten für die Veranstaltung können ab 4. Oktober 2010 über den Vorverkauf des Staatstheaters Darmstadt für einen Betrag in Höhe von 6,- Euro erworben werden.
www.staatstheater-darmstadt.de


15. Juli 2010

 

 

 

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