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Aktuelle Informationen

 

 

 



kappacher
© Isolde Ohlbaum



 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht


den Georg-Büchner-Preis 2009
an Walter Kappacher 
 

 

Der siebzigjährige österreichische Schriftsteller Walter Kappacher erhält für sein erzählerisches Lebenswerk den mit 40.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis. Das hat die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung am Ende ihrer Frühjahrstagung in Berlin entschieden.

In einzelgängerischer Konsequenz hat Walter Kappacher über Jahrzehnte hinweg ein höchst beachtliches, lange viel zu wenig beachtetes Œuvre geschaffen. Erst seit dem Roman „Selina“ (2005) wird er wirklich wahrgenommen. Seine leise, musikalische Prosa voll melancholischer Unerbittlichkeit – stets traurig, nie trostlos – klärt uns über uns selbst auf. Dieser poetische Realist unserer Tage, der bei vollkommener Gegenwärtigkeit an die große Erzähltradition anknüpft, erzeugt einen „Sog der Stille“.

 

Der Preis wird auf der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung am 31. Oktober 2009 in Darmstadt verliehen.

 

26. Mai 2009


Zum Programm der Herbsttagung  rot



Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Walter Kappacher am
31. Oktober 2009 findet im Staatstheater Darmstadt statt,
Georg-Büchner-Platz 1, Beginn ist 16 Uhr.
Karten für die Veranstaltung können ab 6. Oktober über den Vorverkauf
des Staatstheaters Darmstadt für einen Betrag in Höhe von 6,- Euro erworben werden.

www.staatstheater-darmstadt.de





Kurzbiographie

Walter Kappacher wurde am 24. Oktober 1938 in Salzburg geboren, wo er auch aufgewachsen ist. Fasziniert vom Motorrad-Rennsport machte er eine Lehre als Motorradmechaniker, begann aber dann, nach dem Militärdienst, 1960 ein Schauspielstudium in Gauting bei München. Ein Jahr darauf, 1961, wechselte er erneut den Berufszweig und ließ sich zum Reisebüro-Kaufmann ausbilden. Der Beruf sollte ihm aber lediglich als Broterwerb dienen, denn als bestimmendes Interesse trat das Schreiben mehr und mehr in den Vordergrund.

Ab 1967 veröffentlichte er viele Kurzgeschichten in der Stuttgarter Zeitung, 1975 erschien sein erster Roman „Morgen“. Seit 1978 - nach seinem vierzigsten Geburtstag - arbeitet Walter Kappacher als freier Autor. Zuletzt erschien im Frühjahr dieses Jahres sein viel beachteter Roman „Der Fliegenpalast“. Kappacher lebt in Obertrum bei Salzburg.

 

 

Werke

Nur Fliegen ist schöner und andere Geschichten. Salzburg: Winter 1973

Morgen. Roman. Salzburg: Winter 1975 [Neuausgabe: Wien: Deuticke 1992]

Die Werkstatt. Roman. Salzburg: Winter 1975 [Neuausgabe: Stuttgart: Klett-Cotta 1981]

Rosina. Erzählung. Stuttgart: Klett-Cotta 1978

Die irdische Liebe. Erzählungen. Stuttgart: Klett-Cotta 1979

Die Jahre vergehen [2 Drehbücher, mit Peter Keglevic]. Salzburg: Residenz 1980.

Der lange Brief. Roman. Stuttgart: Klett-Cotta 1982 [Neuausgabe: Wien/München: Deuticke 2007]

Gipskopf. Erzählung. Graz: Droschl 1984

Cerreto. Aufzeichnungen aus der Toskana mit Zeichnungen des Autors. Salzburg: Aigner 1988

Touristomania oder die Fiktion vom aufrechten Gang. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1990

Aus dem Nachlaß von James Joyce. Ein Interview. Eggingen: Edition Isele 1991

Ein Amateur. Roman. Wien: Deuticke 1993

Wer zuerst lacht. Erzählungen. Wien: Deuticke 1997

Silberpfeile. Roman. Wien: Deuticke 2000

Selina. Roman. Wien: Deuticke 2005

Hellseher sind oft Schwarzseher, Essay, Warmbronn: Verlag Ulrich Keicher 2007 

Der Fliegenpalast. Roman. 2009 erschienen im Residenz Verlag St. Pölten

 

 

Preise

1977 Förderpreis zum Österreichischen Staatspreis für Literatur

1984 Rauriser Literaturpreis der Länderbank Wien

1986 Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie

2004 Hermann-Lenz-Preis

2006 Großer Kunstpreis (Literatur) des Landes Salzburg

9.12.2008, Ehrendoktorat der Universität Salzburg

 

Seit 2004 ist Walter Kappacher Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.



Link: http://www.walter-kappacher.at/



Stand:  26. Mai 2009
Fragen oder Stellungnahmen richten Sie bitte an
Corinna Blattmann / Deutsche Akademie.
e-mail: presse@deutscheakademie.de

 

 

 

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