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2009
29. Januar 2009
Deutsche Akademie für Sprache und
Dichtung (Glückert-Haus)
Alexandraweg 23,
Darmstadt
Beginn 20 Uhr
Eintritt
frei
Stefan
Weidner
Dichtung
Koran
Warum und wie der Koran übertragen
werden müsste
Vortrag
Bislang galt: Es gibt
keinen misslicheren Weg, den Islam verstehen zu wollen, als den Koran
in einer deutschen Übersetzung zu lesen. Jeder der es ernsthaft
versucht hat, kann dieses Diktum bestätigen. Zu wenig und zu
schlecht ist übersetzt, und bei dem Wenigen, das vorliegt, ist
zuviel Hintergrundwissen gefordert. Könnte es sein – wovon
gläubige Muslime überzeugt sind – ,dass der Koran
tatsächlich unübersetzbar ist? Stefan Weidner hält die
Unübersetzbarkeit schlicht für ein Dogma. Vielmehr hat er
herausgefunden, dass bisherige Übersetzungen ins Deutsche auf
elementare Mittel literarischer Gestaltung und Grundregeln des
literarischen Übersetzens verzichten, obwohl der Koran sich einer
Fülle rhetorischer und dichterischer Mittel bedient. Stefan
Weidner unternimmt den Versuch einer neuen Koranübersetzung im
Sinne eines offenen poetischen Konzepts der Moderne. Er zeigt an
Übersetzungsproben, wie die archaische Wucht der rhetorischen
Mittel des Korans ins Deutsche übertragen werden kann.
Stefan Weidner, geboren
1967, lebt als Autor und Übersetzer aus dem Arabischen in
Köln. Zuletzt erschien im Verlag der Weltreligionen der Essay:
»Manual für den Kampf der Kulturen. Warum der Islam eine
Herausforderung ist« (2008). Für seine Übersetzungen
aus dem Arabischen hat er 2007 den Johann-Heinrich-Voß-Preis der
Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten.
1. Februar 2009
Stadtkirche Darmstadt
Kirchstraße 11
11.30 Uhr
Eintritt:
5,- Euro (erm. 4 Euro)
Kurt
Flasch
»Das
Inferno« aus Dantes Göttlicher Komödie
Lesung
Er ist einer der besten
Kenner mittelalterlicher Philosophie, seine Bücher sind in viele
Sprachen übersetzt und kaum einem gelingt es, Vergangenes durch
seine »Feder« so faszinierend lebendig zu machen, wie Kurt
Flasch. Dass er auch ein wunderbarer Übersetzer ist, weiß
man spätestens seit 2002, als »Vernunft und Vergnügen.
Liebesgeschichten aus dem Decameron« erschien. Zur Zeit
übersetzt Flasch einen anderen Klassiker der europäischen
Literatur- und Geistesgeschichte: Dante Alighieris
»Göttliche Komödie«. Wann das ganze Werk
erscheinen kann, ist noch nicht abzusehen. Im Frühjahr aber wird
der erste Teil, »Das Inferno«, fertig sein. Kurt Flasch
wird ‚seinen‘ Dante dem Publikum erstmals vorstellen und als virtuoser
Hermeneut in die Gedankenwelt Dantes einführen, der mit seinem
Werk die europäische Geistesgeschichte so nachhaltig beeinflusst
hat.
Kurt Flasch, geboren
1930, war bis 1995 Professor für Philosophie in Bochum. Er gilt
als herausragender Vermittler der Philosophie des Mittelalters, als
kritischer Essayist und engagierter Feuilletonist. 2000 wurde er mit
dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa von der
Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet, deren
Mitglied er seit 1995 ist.
In Kooperation mit der Stadtkirche
Darmstadt.
12. Februar 2009
Deutsche Akademie für Sprache und
Dichtung (Glückert-Haus)
Alexandraweg 23,
Darmstadt
Beginn 20 Uhr
Eintritt
frei
Lothar
Müller
Die
zweite Stimme
Vortragskunst
von Goethe bis Kafka
Vortrag mit historischen
Tonaufnahmen berühmter Rezitatoren
»Ist es falsch zu
behaupten, dass ‚Die Zweite Stimme’ auch von Unsereinem handelt?»
fragt der Schriftsteller Ingo Schulze, »was würde aus uns
Autoren, wenn wir nicht vorlesen könnten?«
Die moderne Literatur,
so zeigt Lothar Müller in seinem Essay, verschwindet trotz aller
Klagen über den Verlust der Mündlichkeit nicht im Buch, sie
ist nicht nur mit dem stummen Lesen im Bunde, bei dem die Augen des
Lesers über die Seiten gleiten und die Lippen sich kaum mehr
bewegen. Sie wendet sich auch an das Ohr, in der Vorlesung im privaten
Familienkreis wie im Salon, in der öffentlichen Rezitation im
Theater oder Konzertsaal. Kronzeuge in Müllers Essay über die
zweite Stimme ist als Vorleser, Zuhörer und als Phonograph Franz
Kafka. Der Vortrag rekonstruiert mit historischen Tonaufnahmen den
Echoraum, in dem Kafka schrieb, eine große Epoche der
Vortragskunst.
Lothar Müller,
geboren 1954, ist Kultur- und Literaturwissenschaftler und arbeitet als
Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung. Im Herbst 2008 wurde
er von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem
Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay
ausgezeichnet. Seine Kritiken, Essays und Studien würden auf
glückliche und heute selten gewordene Weise sinnliche Anschauung,
elegante Prosa und theoretische Reflexion verbinden, so lobte die Jury.
Der Preis wird seit 1964 verliehen und seither von der Firma Merck
KGaA, Darmstadt, finanziert.
28. April 2009
Deutsche Akademie für Sprache und
Dichtung (Glückert-Haus)
Alexandraweg 23,
Darmstadt
Beginn 20 Uhr
Eintritt
frei
Das Rätsel der
Rätsel – über das Verhältnis von Geist und Gehirn
Mit Michael Hagner und
Marcel Beyer
Gespräch
Die Erforschung des
Gehirns hat im letzten Jahrzehnt die Aufmerksamkeit der
Öffentlichkeit wie keine andere Wissenschaftsdisziplin auf sich
gezogen. Seien es die hitzigen Debatten um die Existenz des freien
Willens oder die cerebrale Lokalisierung von Religiosität,
Kreativität und Kriminalität - die vollständige
Erklärung des Geisteslebens, davon gehen einige Neurophysiologen
aus, scheint in
greifbare Nähe gerückt. Doch wie realistisch ist dieser
Anspruch? In seiner großen Trilogie zur Geschichte der
Hirnforschung beschreibt der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner,
wie sehr das Verständnis von Geist und Gehirn in den verschiedenen
Entwicklungsstadien der Hirnforschung an den jeweiligen
soziokulturellen Kontext gebunden war und dass auch die neusten
Ergebnisse vor dem historischen Hintergrund der Hirnforschung zu
bewerten sind. Über faszinierende Einsichten und
neurowissenschaftliche Mythenbildung, über philosophische
Reflexion und psychologische Fitnessprogramme – darüber
unterhalten sich Michael Hagner und der Schriftsteller Marcel Beyer.
Michael Hagner, geboren
1960, lehrt seit 2003 als ordentlicher Professor für
Wissenschaftsforschung an der Eidgenössischen Technischen
Hochschule (ETH) Zürich. Seine Trilogie zur Geschichte der
Hirnforschung umfasst: Homo cerebralis (1997); Geniale Gehirne (2004);
Der Geist bei der Arbeit, (2006). Im Herbst 2008 verlieh ihm die
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den Sigmund-Freud-Preis
für wissenschaftliche Prosa. Der Preis wird seit 1964 verliehen
und von der HSE-Stiftung, Darmstadt, finanziert.
Marcel Beyer, geboren
1965, lebt als Erzähler und Lyriker in Dresden. Von ihm erschien
zuletzt der Roman »Kaltenburg« (2008). Im
Frühjahr 2008 war er für einige Monate »Writer in
Residence« am Max-Planck-Institut für
Wissenschaftsgeschichte in Berlin-Dahlem. Im selben Jahr wurde
er mit den Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet.
Buchpräsentation
12. Juni
19:00
Uhr
Literaturhaus Basel
Barfüssergasse 3
CH-4001 Basel
Tel: ..41 (0)61 261 29 50
Fax: ..41 (0)61 261 29 51
www.literaturhaus-basel.ch
Das
Buch der Bücher
von
Peter Altenberg
Zusammengestellt von
Karl Kraus
Mit
Wilhelm Genazino, Rainer Gerlach
und Peter Schneider
Begrüßung:
Kristina Hasenpflug (Wüstenror Stiftung) und Hans-Martin Gauger
(Deutsche Akademie)
Peter Altenberg (9.
März 1859 – 8. Januar 1919) war der populärste
Kaffeehausliterat des Wiener Fin de Siècle. Egon Friedell,
Arnold Schönberg, Adolf Loos, Karl Kraus und viele mehr
gehörten zu seinen Freunden und Bewunderern. In kleinen
Prosaskizzen hielt der Chronist des Alltäglichen fest, was der Tag
ihm zutrug. Altenberg verfasste hunderte von Texten mit
Blitzlichtwirkung, die gegen Ende seines von Alkohol- und Drogenkonsum
gezeichneten Lebens in Gedankensplitter zerfielen, denen das Wort kaum
mehr nachkam. Peter Altenbergs Werk ist heute nur noch in wenigen
schmalen Auswahlausgaben greifbar. Mit der Edition »Das Buch der
Bücher« erscheint zu Altenbergs 150. Geburtstag die
umfangreichste Werkausgabe, die es je gab: Anhand von
Arbeitsexemplaren ist hier die dreibändige Auswahl rekonstruiert,
die ursprünglich Altenbergs Freund und Bewunderer Karl Kraus
geplant hatte. Sie wird ergänzt durch einen Essay von Wilhelm
Genazino, der die Ausgabe zusammen mit Peter Schweiger und Rainer
Gerlach
vorstellt.
Mit dieser Edition
startet eine neue Reihe der
Wüstenrot Stiftung und der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung im Wallstein
Verlag.
Literarische Werke, die aus dem kulturellen Gedächtnis zu fallen
drohen, werden neu ediert und von zeitgenössischen Schriftstellern
vorgestellt.
Wilhelm Genazino,
geboren 1943, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der
Gegenwart. 2004 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis, die wichtigste
Auszeichnung für deutschsprachige Literatur, verliehen.
Peter
Schweiger, geb. 1939 in Wien,
ist Regisseur, Schauspieler und ehemaliger Schauspieldirektor am
Theater St. Gallen. 2001 wurde ihm die höchste Auszeichnung der
Schweizer Theaterwelt, der Hans Reinhart-Ring, verliehen. Er lebt in
Zürich.
Rainer Gerlach,
Dr., geboren
1951, ist Herausgeber der Edition "Das Buch der Bücher von Peter
Altenberg". Er ist Autor zahlreicher Buch- und
Zeitschriftenpublikationen zur Literatur der Moderne.
Ausstellung im Literaturhaus Frankfurt:
Doppelleben.
Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland
04. September bis 18. Oktober 2009
Eine Ausstellung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
in
Zusammenarbeit mit den Literaturhäusern Berlin und Frankfurt und
weiteren Partnern.
Donnerstag,
03.09.
19 Uhr, Eintritt frei
Ausstellungseröffnung
Es sprechen:
Maria Gazzetti Programmleiterin
des Literaturhauses Frankfurt
Petra Roth Oberbürgermeisterin
der Stadt Frankfurt am Main
Claudia Scholtz
Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung
Klaus Reichert Präsident
der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
Helmut Böttiger Kurator
der Ausstellung
Ausstellungsdauer:
Freitag, 04.09. bis Sonntag, 18.10.2009, Eintritt 5,- / 3,-
Begleitprogramm
zur Ausstellung
Ort der Veranstaltungen:
Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main
Sonntag,
06.09.
Ausstellung / Führung / Vortrag: Eintritt 6,- / 3,50
Ausstellung / Führung: Eintritt 5,- / 3,-
16 Uhr Führung
durch die Ausstellung
17 Uhr Vortrag von
Wolfgang Schopf „Doktor Faustus und
die Paulskirche: Frankfurt 1949“
„Am 8. Februar 1949 macht Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb
erste Vorschläge zur Kandidatur für den Goethepreis
aktenkundig. /.../ Der Magistrat beschließt am 9. Mai 1949 die
Verleihung des Preises an Thomas Mann“, schreibt Wolfgang Schopf in
seinem Katalogbeitrag zur Ausstellung „Doppelleben“. Thomas Mann,
schreibt er weiter, antwortet: „Gewiss, was an mir liegt, so will ich
kommen. Die Preisverleihung ist, wie die Dinge so liegen, eine tapfere
Handlung, auf die ich entsprechend reagieren muss.“ Warum eine tapfere
Handlung? Diese spannende Geschichte will Wolfgang Schopf an diesem
Abend erzählen. „Als Mann am Montag, 25. Juli 1949, die
Paulskirche betritt, ist der Saal voll besetzt.“
Freitag,
11.09.
Eintritt 6,- / 3,50 (inklusive Ausstellung)
19 Uhr Gespräch „Frankfurt wird Literaturstadt“
Hans Altenhein, Vittorio E. Klostermann und Wulf D. von Lucius sprechen
über die Anfänge der Frankfurter Buchmesse nach 1945 und ihr
kulturelles Umfeld. Die Moderation übernimmt Jürgen Boos, der
Direktor der Frankfurter Buchmesse.
Mit der großen Resonanz der Buchmesse, die 1949 in der
Paulskirche stattfand, hatte Frankfurt einen wichtigen Erfolg im
Wettstreit um ein neues Zentrum des Buchhandels in Deutschland
errungen. Am Erinnerungsort der deutschen Revolution von 1848
versammelte sich nach einer Zeit, in der Bücher verbrannt und
verboten worden waren, das Buchwesen der jungen deutschen Demokratie.
Die 1945 in Wiesbaden angesiedelte Zweigstelle des Börsenvereins
im Westen Deutschlands war mittlerweile als eigenständige
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verleger- und
Buchhändler-Verbände auf dem Weg zum „Börsenverein“ der
Bundesrepublik Deutschland und hatte ihren Sitz in Frankfurt gefunden.
Die „Deutsche Bücherei des Westens“ entwickelte sich zur
„Deutschen Bibliothek“. Auch bedeutende Verlage arbeiteten in
Frankfurt, wichtige Zeitschriften und Zeitungen erschienen hier und
Radio Frankfurt bzw. der Hessische Rundfunk strahlte ein herausragendes
Literaturprogramm aus.
Sonntag,
13.09.
Ausstellung / Führung / Gespräch: Eintritt 6,- / 3,50
Ausstellung / Führung: Eintritt 5,- / 3,-
16 Uhr Führung
durch die Ausstellung
17 Uhr Franz Mon
im Gespräch mit Klaus Ramm
„Artikulation einer anderen Literatur“
Franz Mon gehört zu der deutschen Schriftstellergeneration, die
nach 1945 an die verschüttete Tradition der Moderne wieder
anknüpfte, indem sie die Sprache einer kritischen Analyse in
Hinblick auf ihren Materialcharakter, auf ihren Handlungsaspekt und
ihre oftmals im Gebrauch verschleierte Macht unterzog. Von seinem
ersten, 1959 erschienenen Band „artikulationen“ und bis heute hat Franz
Mon zahlreiche Textbände und Hörspiele veröffentlicht,
Ausstellungen visueller Texte arrangiert und in Essays seine Poetologie
dargestellt.
Klaus Ramm, der als Lektor im Luchterhand Verlag und danach in seinem
eigenen Verlag zahlreiche Bücher von Franz Mon verlegt und mit
Jörg Drews zusammen das Bielefelder Colloquium „Neue Poesie“
eingerichtet und geleitet hat, spricht mit Franz Mon über dessen
Erfahrungen mit der Literatur der unmittelbaren Nachkriegszeit und
seinen Weg in die sprachexperimentelle Moderne. An diesem Nachmittag
wird auch an die Frankfurter Zimmergalerie und deren wichtige Rolle als
Ort der Entdeckungen und des Austauschs zwischen den Künsten und
den Künstlern – ausgehend von der Lesung Paul Celans am 5. Juni
1952 – erinnert.
Donnerstag,
17.09.
Eintritt 6,- / 3,50 (inklusive Ausstellung)
20 Uhr Heinrich
Detering „Phänotyp und ‚Viertes
Reich’ – Gottfried Benn im Nachkriegsdeutschland“
Dirk von Petersdorff „Kämpfe und
Meditationen: Bertolt Brecht"
In Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Mainz
Sonntag,
20.09.
Ausstellung / Führung / Vortrag: Eintritt 6,- / 3,50
Ausstellung / Führung: Eintritt 5,- / 3,-
Die
Veranstaltung muss leider ausfallen.
16 Uhr Führung
durch die Ausstellung
17 Uhr Vortrag von
Hans Dieter Schäfer
„Rückkehr ohne Ankunft – Alfred Döblin in Deutschland 1945 –
1957“
Im Juli 1949 wurde die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der
Literatur in der Nachfolge der Preußischen Akademie in Worms
gegründet und auf Initiative von Alfred Döblin dort eine
eigene Klasse der Literatur eingerichtet. Einen Monat später wurde
die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
institutionalisiert. Während Bertolt Brecht und Alfred Döblin
das Ende des Dritten Reiches im Exil erlebten, hatte sich Gottfried
Benn mit den Machthabern arrangiert. Alfred Döblin fasste nach
seiner Rückkehr nie wieder richtig Fuß in Deutschland,
Gottfried Benn hingegen feierte große literarische Erfolge;
Bertolt Brecht half am kulturellen Aufbau der DDR mit.
Die Mitglieder der Klasse der Literatur Heinrich Detering, Dirk von
Petersdorff und Hans Dieter Schäfer wollen dieses Spannungsfeld
zwischen Ost und West, zwischen Emigration und Rückkehr, zwischen
Erfolg und Nichtbeachtung, dem drei der großen deutschen Dichter
nach 1949 ausgesetzt sind, näher beleuchten.
In Kooperation mit der
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
Donnerstag, 08.10.
Eintritt 6,- / 3,50 (inklusive Ausstellung)
20 Uhr
Gespräch „Neue Bücher
für die Jugend? Die Kinder- und Jugendliteratur nach 1945“
Mit Sabine Berthold, Klaus Doderer und Hans-Heino Ewers
1950 erklärte der amerikanische High Commissioner für
Deutschland, die größte Herausforderung sei, der deutschen
Jugend eine Perspektive zu geben. Dieses Problem werde sogar immer
dringlicher. Ein wesentliches Hindernis des demokratischen Neubeginns
sei dabei das deutsche Erziehungs- und Bildungssystem. Der Literatur
kam damals bei der demokratischen Erziehung der Jugend eine wichtige
Rolle zu, in sie wurden große Hoffnungen gesetzt – so lautete das
Motto der Begründerin der Internationalen Jugendbibliothek Jella
Lepmann: „Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel“. Wie sah das
Leseangebot für Kinder und Jugendliche in diesen Jahren aus? Wo
entstand in den ersten Jahren nach Kriegsende wirklich ein neuer Ton in
der Jugendliteratur? Über diese und andere Themen wird an diesem
Abend diskutiert.
Kartenreservierungen
per Email unter info@literaturhaus-frankfurt.de
oder telefonisch unter 069 - 756 184 10
2008
31. Januar
2008
Lesung
George-Arthur
Goldschmidt
Die
Befreiung. Erzählung
Glückert-Haus, Darmstadt
3. Februar
2008
Lesung
Friederike
Mayröcker
Requiem
für Ernst Jandl
Evangelische Stadtkirche,
Darmstadt
Kooperation: Evangelische Stadtkirche Darmstadt
ÄNDERUNG
Auf
ausdrücklichen Wunsch der erkrankten Friederike Mayröcker
liest Burgschauspieler Martin Schwab Texte von Friederike
Mayröcker u.a. aus ihrem „Requiem für Ernst Jandl“
18. März 2008
Buchpräsentation mit Hanns Zischer und Uwe Pörksen
»Werner Kraft - Wilhelm Lehmann: Briefwechsel 1931-1968.«
2 Bde. Herausgegeben von Ricarda Dick. Göttingen: Wallstein 2008.
Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und
Dichtung Darmstadt
Leipziger
Buchmesse / Bibliotheca
Albertina, Leipzig
18. Oktober
2008
Die
vergesseene Mitte Europas?
Deutsche und ukrainische Intellektuelle im Gespräch
Internationales Zentrum
der Frankfurter Buchmesse
Diskussion
Mit: Juri Andruchowytsch (Schriftsteller, Ukraine), Marion Haase
(Leiterin des Goethe-Instituts Kiew, Ukraine), Jurko Prochasko
(Literaturwissenschaftler, Ukraine), Prof. Dr. Klaus Reichert
(Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung,
Darmstadt)
Moderation: Katharina Raabe (Suhrkamp Verlag, Frankfurt)
Im Mai 2008 reiste die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
nach Lemberg (Westukraine), um die Begegnung mit ukrainischen
Schriftstellern, Wissenschaftlern, Studierenden und Schülern zu
suchen. So beeindruckend und beglückend deren Bedürfnis nach
Austausch und Interesse an deutschsprachiger Literatur war, so
bedrückend war die Feststellung, wie beschränkt unser Wissen
über die heutige Ukraine ist, wie vielfältig hingegen die
Projektionen und Vorurteile. Was können wir für ein
Miteinander und ein besseres Verständnis über die neue
EU-Grenze hinweg tun?
31.
Oktober
2008
Georg-Büchner-Preisträger
2008
Lesung mit Josef Winkler
Orangerie, Bessungerstr.
44, Darmstadt
2007
16. Januar
Lesung
Christoph Ransmayr
Der fliegende Berg. Roman
Centralstation, Darmstadt
27. Januar
Diskussion
Die Sprache der Eisenbahn
Anläßlich des Erscheinens von »Die Sprache der Bahn.
Zur Eisenbahnsprache im europäischen Kontext« diskutieren
über diese spannenden Themen die Autoren Klaus Ebeling
[Rechtsanwalt, Generalsekretär EIA – European Intermodal
Association], Lothar Hums [Sprachforscher, insbesondere zur
Eisenbahngeschichte] und Armin Schmidt [Eisenbahner, Leiter von
Terminologie- und Thesaurusprojekten bei der DB, UIC und OSShD] sowie
Peter Eisenberg [Sprachwissenschaftler, Deutsche Akademie für
Sprache und Dichtung] u.a.
Glückert-Haus,
Darmstadt
8. Februar
Lesung
Harald Hartung
Aktennotiz meines Engels. Gedichte 1957 – 2004
Glückert-Haus,
Darmstadt
29. März
Vortrag
Joachim Kalka
Sprachliche Minima als Problem des Übersetzens
Glückert-Haus,
Darmstadt
26. April
Lesung und Musik
Elazar Benyoëtz
Die Eselin Bileams und Kohelets Hund. Aphorismen und Essays
Glückert-Haus,
Darmstadt
19. September
Diskussion
Rechtschreibdiktat?
Macht und Wirkung der Korrekturprogramme
Es diskutieren: Peter Eisenberg Sprachwissenschaftler, Torsten Harmsen
Journalist Berliner Zeitung, Bernward Loheide Journalist dpa und
Vertreter der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger
Nachrichtenagenturen, Manfred Pinkal Computerlinguist
Literaturhaus Berlin
25. September
Kasimir Edschmid
Expressionist, Reisender, Romancier
Eine Werkbiographie
Buchvorstellung Hermann Schlösser:
Glückert-Haus,
Darmstadt
14. Oktober
Diskussion
Heimatsuche oder über die Möglichkeit anzukommen
Wie sich Schriftsteller in einen neuen Sprach- und Kulturraum
hineinschreiben
Es diskutieren: Marica Bodrožic Schriftstellerin, Clemens-Peter Haase
Leiter des Bereichs Literatur und Übersetzungsförderung des
Goethe-Instituts, Adel Karasholi Schriftsteller, Emine Sevgi
Özdamar Schriftstellerin Moderation: Lerke von Saalfeld
Literaturwissenschaftlerin und Journalistin
Frankfurter Buchmesse,
Internationales Zentrum
26. Oktober
Lesung
Martin Mosebach
Georg-Büchner-Preisträger 2007
Orangerie, Darmstadt
8. November
Jedes Wort wandelt die Welt
Dolf Sternbergers politische Sprachkritik
Buchvorstellung William J. Dodd und Klaus Landfried
William J. Dodd, geboren 1950, ist Professor of Modern German Studies
an der University of Birmingham, U.K.
Hessische
Landesbibliothek, Wiesbaden
29. November
Lesung und Gespräch Hartmut von Hentig und Michael Krüger
Hartmut von Hentig
Mein Leben – bedacht und bejaht. Memoiren
Mollerhaus, Darmstadt
_______________________________________________
2006
26. Januar
Lesung
Klaus Reichert
William Shakespeare. Die Sonette – The Sonnets
Deutsch – Englisch / Deutsch von Klaus Reichert
Glückert-Haus,
Darmstadt
9. Februar
Lesung
Kurt Flasch
Eva und Adam
Glückert-Haus,
Darmstadt
23. März
Lesung und Gespräch
Elisabeth Edl und Hanns Grössel
Stendhal. Rot und Schwarz.
Neu übersetzt von Elisabeth Edl
Glückert-Haus,
Darmstadt
27. April
Lesung
Ralph Dutli
Novalis im Weinberg
Glückert-Haus,
Darmstadt
6. Oktober
Symposium der Sahitya Akademie, Indien, und der Deutschen Akademie
für Sprache und Dichtung.
Indian Literature Today
Referenten und Diskussionsteilnehmer: Gopi Chand Narang [Präsident
der Indischen Akademie], Harish Trivedi, Viveka Rai, Alok Bhalla, Klaus
Reichert [Präsident der Deutschen Akademie], Gustav Seibt, Joachim
Kalka.
Many Voices – Ohne Literature
Lesungen:
Prosa und Lyrik mit Mitgliedern der Sahitya Akademie und der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung: M.T. Vasudevan Nair, Chitra
Mugdal, Pratibha Ray, Upamanyu Chatterjee, Gulzar, Sunil Gangopadhyay,
Leeladhar Jagoori, Kanimozhi Karunanidhi sowie Klaus Reichert, Harald
Hartung, Robert Menasse.
Frankfurter Buchmesse
8. Oktober
Diskussion
Europa spricht mit vielen Zungen
Veranstaltet in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der
European Federation of National Institutions of Language.
Frankfurter Buchmesse,
Internationales Zentrum
20. Oktober
Lesung für
Oskar Pastior
Georg-Büchner-Preisträger 2006
Orangerie, Darmstadt
16. November
Lesung
Imre Kertész
Dossier K. Eine Ermittlung
Ausstellungsgebäude
Mathildenhöhe, Darmstadt
_______________________________________________
2005
23. Februar
Lesung und Gespräch
Iso Camartin
Die Vision einer intelligenten Form von Kulturvermittlung
»Belvedere« Das schöne Fernsehen
Glückert-Haus,
Darmstadt
10. März
Karl Krolow zur Erinnerung–
Erinnerungen und Lesung unveröffentlichter Gedichte aus dem
Nachlass Karl Krolows und Überreichung der Totenmaske
Glückert-Haus,
Darmstadt
14. April
Lesung
Werner Spies
»Duchamp starb in seinem Badezimmer bei einem Lachanfall.«
Portraits
Glückert-Haus,
Darmstadt
2. Juni
Gespräch und Lesung
Hans Keilson und Heinrich Detering
Einer der letzten großen Überlebenden des Exils
Glückert-Haus,
Darmstadt
12. Oktober
Valerio – Eine Flugschrift:
Lustige Personen oder Politik als Talkshow
Lesung und Diskussion
mit Gustav Seibt, Burkhard Spinnen, Martin Mosebach, Eckhard Fuhr, Jens
Jessen und Christian Bommarius
Volksbühne, Berlin
21. Oktober
Diskussion
Einigungsschmerzen –
Über Gefühlslagen im [ost-]europäischen Raum
Mit: Reinhard Jirgl [Schriftsteller, Deutschland], Juri Andruchowytsch
[Schriftsteller, Ukraine] und Monika
Sznajderman [Kulturanthropologin und Verlegerin, Polen]
Frankfurter Buchmesse,
Internationales Zentrum
4. November
Lesung
Brigitte Kronauer
Georg-Büchner-Preisträgerin 2005
Orangerie, Darmstadt
15. November
Diskussion
Peter Sloterdijk und Iso Camartin
Centralstation, Darmstadt
2. Dezember
Lesung
Anita Albus
Von seltenen Vögeln
Glückert-Haus,
Darmstadt
Stand: 20. Februar 2008
Fragen oder Stellungnahmen richten Sie bitte an
das Sekretariat der Deutschen Akademie.
e-mail: sekretariat@deutscheakademie.de
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